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Galgenreste nach Fund von Hinrichtungsstätte geborgen

dpa/lsw Allensbach. Archäologen haben bei Allensbach am Bodensee Reste einer frühneuzeitlichen Hinrichtungsstätte entdeckt - nun sind die Fundamente des ehemaligen Galgens geborgen worden. Wie das Landratsamt am Freitag mitteilte, wurden die zwei Tonnen schweren Blöcke aus Wacken, Bruch- und Ziegelsteinen und Kalkmörtel mit Hilfe von Baggern aus der Erde gehoben. Sie sollen nun bei der Gemeinde im Kreis Konstanz gelagert werden, bis über die weitere Verwendung entschieden wird. Denkbar sei beispielsweise, sie in einen Gedenkort nahe der Fundstelle einzubinden.

Das gemauerte Fundament eines Galgens wird von einem Bagger von der Fundstelle abstransportiert. Foto: Stephanie King/Archäologisches Landesmuseum Konstanz/dpa

Das gemauerte Fundament eines Galgens wird von einem Bagger von der Fundstelle abstransportiert. Foto: Stephanie King/Archäologisches Landesmuseum Konstanz/dpa

Die Archäologen hatten die Teile des Galgenfundaments und menschliche Skelettreste bei Grabungen Anfang April entdeckt. An der Stelle hatten Voruntersuchungen zum Neubau einer Bundesstraße stattgefunden. Den Wissenschaftlern zufolge lässt sich die Entstehungszeit bislang noch nicht eindeutig beurteilen. Laut Archivaufzeichnungen stand an der Stelle aber von 1653 bis ins 19. Jahrhundert ein Galgen - die letzte Hinrichtung fand um 1770 statt. Vermutlich wurden die Menschen auf der nahe gelegenen Insel Reichenau verurteilt und in Allensbach hingerichtet.

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Erstellt:
21. August 2020, 16:34 Uhr

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