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Gelehrter Assmann findet Fridays for Future „großartig“

dpa/lsw Heidelberg. Kulturwissenschaftler Jan Assmann hegt große Sympathien für die Klimaschutzbewegung Fridays for Future. Und er nimmt die Schüler auch gegen einen bestimmten Kritikpunkt in Schutz.

Jan Assmann, deutscher Ägyptologe, Religionswissenschaftler und Kulturwissenschaftler. Foto: Roland Schlager/APA/dpa/Archivbild

Jan Assmann, deutscher Ägyptologe, Religionswissenschaftler und Kulturwissenschaftler. Foto: Roland Schlager/APA/dpa/Archivbild

Der Kulturwissenschaftler Jan Assmann findet die junge Klimaschutzbewegung Fridays for Future „großartig“. „Das ist eine Bewegung, die etwas in Gang gesetzt hat, ein dringend notwendiges Umdenken erzwungen hat, das so nicht erfolgt wäre“, sagte der Ägyptologe und Religionswissenschaftler in Heidelberg. Der Vater von fünf erwachsenen Kindern und Großvater von fünf zwischen zwei und sieben Jahre alten Enkeln kann auch nachvollziehen, dass der Protest während der Schulzeit stattfindet. „Es ist ja eine Art von Streik, die schwänzen nicht einfach, sondern opfern etwas.“ Der Auftritt von Greta Thunberg vor den Vereinten Nationen habe ihm sehr imponiert, betonte der Wissenschaftler, der mit seiner Frau Aleida 2018 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels erhielt.

Er selbst sei 1957/58 mit Plakaten auf die Straße gegangen gegen die Atombewaffnung der Bundeswehr. Damals habe er sich über das politische Desinteresse seiner Kommilitonen geärgert. Zehn Jahre später sei das ganz anders gewesen. Die 68er-Bewegung habe er anfangs geschätzt, er habe sich aber später wegen „ideologischer Verblendung und Rechthaberei“ ihrer Vertreter davon distanziert.

Der 81-Jährige versucht nach eigenen Worten im Kleinen, Ressourcen zu sparen, indem er viel Bahn fährt und möglichst auf Flugreisen verzichtet, Stand-by-Geräte abschaltet und Texte sparsam ausdruckt. „Wie viele Menschen hat mich ein allgemeines Gefühl der Schonungsbedürftigkeit der Erde ergriffen.“

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Erstellt:
21. Februar 2020, 06:59 Uhr

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