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Geliebte Haustiere in vielen Variationen

Kinder erzählen von Vorteilen, Vorlieben und Versorgung ihrer tierischen Familienmitglieder

BACKNANG (nis). Der treue Blick eines Hundes, das sanfte Schnurren einer Katze, das weiche Fell eines Kaninchens: Tiere haben eine besondere Anziehungskraft auf Kinder. Wenn die Vierbeiner artgerecht gehalten und sinnvoll eingesetzt werden, können sie Kinder in vielen Bereichen positiv beeinflussen – zum Beispiel gesundheitlich und emotional oder in der kognitiven, motorischen und soziopsychologischen Entwicklung. Der Arzt, Psychoanalytiker und Schriftsteller Alexander Harbord Mitscherlich (1908 bis 1982) hat einmal gesagt, Kinder bräuchten ihresgleichen. „Nämlich Tiere, überhaupt Elementares, Wasser, Dreck.“ Man könne den jungen Menschen auch ohne das aufwachsen lassen. „Doch man soll sich dann nicht wundern, wenn er später bestimmte soziale Grundleistungen nie mehr erlernt.“ Den Kindern aber ist es eigentlich egal, ob ihre Haustiere gut für ihre Entwicklung sind. Die jungen Hunde-, Katzen-, Schildkröten-, Schlangen- und Hamsterbesitzer aus Backnang und Umgebung, mit denen wir über die Tiere in ihren Familien gesprochen haben, lieben Kiki, Pauline und Paul, Terry oder Muschi einfach so – von Herzen und ohne Hintergedanken.

Pia Oker (7)

mit dem Dsungarischen Zwerghamster Kiki: Kiki ist so süß, weil sie süße Augen hat. Sie ist ein gutes Haustier, weil ich mit ihr knuddeln und spielen kann. Manchmal zwickt sie, wenn man sie ärgert, also wenn man sie zu lange auf der Hand hat oder sie zu fest drückt. Ich finde es nicht schade, dass Hamster nachtaktiv sind. Kiki kommt auch tagsüber aus ihrer Höhle raus. Abends gebe ich ihr Wasser und fülle ihren Futternapf. Sie frisst Körner und bekommt Gemüse wie Gurke und Tomate. Getrocknete Mehlwürmer sind für sie Süßigkeiten. Kiki buddelt viel und gräbt Höhlen. Nachts macht sie Lärm, wenn sie in ihrem Laufrad rennt. Aber das stört mich nicht. Ich kann trotzdem schlafen. Wenn wir in den Urlaub fahren, bringen wir Kiki zu Leuchtmanns. Die haben zwei Katzen, die auch nachtaktiv sind. Aber der Käfig steht so weit oben, dass die Katzen nicht drankommen.

Maximilian Leuchtmann (5)

mit den Katern Muschi und Bummi: Ich finde Katzen süß. Unseren Hauskater

Muschi kraule ich unterm Kinn. Das mag er. Bummi ist ein Rassekater, ein Scottish Straight. Er ist etwas schüchtern und hat ein bisschen Angst vor mir. Vor dem Tierarzt hat er auch Angst. Die Katzen dürfen nicht in mein Kinderzimmer oder bei mir im Bett schlafen. Beide sind nachts viel unterwegs. Deswegen schlafen sie am Tag viel. Manchmal jagt einer von ihnen eine Maus und bringt sie in unseren Keller. Was an unseren Katzen nicht so gut ist, ist, dass sie kratzen können. Mir würde auch gefallen, einen Hasen als Haustier zu haben. Ich füttere die Hasen vom Nachbarn gerne mit Löwenzahn.

Daria Differenz (9)

und Terrier-Mischling Terry: Terry ist zwei Jahre älter als ich und wir haben ihn aus dem Tierheim geholt, als ich noch ganz klein war. Er hat mir beim Laufenlernen geholfen, weil ich mich an seinem Rücken festhalten durfte. Terry ist sehr lieb und geduldig. Er gehorcht gut und lässt sich schnell Sachen beibringen. Morgens und abends laufen wir eine Runde mit ihm. Dadurch bekomme ich auch Bewegung. Manchmal habe ich keine Lust, mit ihm rauszu-gehen und muss das dann trotzdem. Und natürlich gibt’s auch das Geschäft, das ich mit einer Plastiktüte einsammeln muss. Darauf habe ich manchmal wirklich keinen Bock. Es kommt auf die Rasse an, ob ein Hund ein gutes Haustier für Kinder ist. Für Terry gilt: Es gibt nichts Besseres als diesen Hund.

Kimberly Birkel (5)

mit der Schlange Big Daddy: Wir haben zwei Regenbogen-Boas und zwei Longicauda-Boas, die in zwei Terrarien im Wohnzimmer leben. Die Schlangen hatten meine Eltern schon, als ich auf die Welt gekommen bin. Ich kann mit den Schlangen nicht spielen und zum Tragen sind sie für mich sehr schwer. Ich finde trotzdem, dass sie gute Haustiere sind. Sie fühlen sich kalt und schön an. Wenn ich Besuch von meinen Freunden bekomme, finden die die Schlangen sehr spannend. Manche ekeln sich auch. Ich mich aber nicht. Meine Schlangen bekommen ungefähr alle fünf Wochen echte, lebendige Ratten zum Fressen.

Ella (7) und Julian (9) Härle mit den griechischen Landschildkröten Pauline und Paul: Pauline und Paul sind Zwillinge und ungefähr vier Jahre alt. Sie sind noch kleine Schildkröten. Ich (Ella) wollte gerne eine Schildkröte haben, weil sie toll aussehen und einen schönen Panzer haben. Im Sommer leben Pauline und Paul bei uns im Garten. Wir füttern sie mit Salat oder Erdbeeren und Himbeeren. Rot ist ihre Lieblingsfarbe. Schildkröten stehen total auf Rot. Sie lieben Wärme. Sie stehen mit der Sonne auf und gehen früh schlafen. Manchmal baden wir sie in einer Schüssel. Im Winter schlafen sie in einem Kühlschrank. Wir haben einen kleinen Extra-Kühlschrank für die Schildkröten. Auch wenn sie Winterschlaf halten, gucken wir nach ihnen, ob es ihnen gut geht.

Geliebte Haustiere

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Vor dem Terrarium: Regenbogenschlange Big Daddy ist das Haustier von Kimberly Bi...
Vor dem Terrarium: Regenbogenschlange Big Daddy ist das Haustier von Kimberly Birkel.

© Tobias Sellmaier

Ella und Julian Härle mit den griechischen Landschildkröten Pauline und Paul.
Ella und Julian Härle mit den griechischen Landschildkröten Pauline und Paul.

© Tobias Sellmaier

Pia Oker und Zwerghamster Kiki.
Pia Oker und Zwerghamster Kiki.

© privat

Daria Differenz und Terrier-MischlingTerry.
Daria Differenz und Terrier-MischlingTerry.

© privat

Max Leuchtmann und die Katzen Muschi und Bummi.
Max Leuchtmann und die Katzen Muschi und Bummi.

© privat

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Erstellt:
27. August 2019, 16:00 Uhr

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