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Gerücht um einen Feuerteufel hält sich hartnäckig

Über die Ursache des Brands einer ausgebauten Fachwerkscheune im Frühmeßhof hüllt sich die Polizei noch in Schweigen

Kein Stein blieb mehr auf dem anderen: Die ausgebaute Scheune eines ehemaligen landwirtschaftlichen Anwesens im Frühmeßhof brannte komplett nieder. Foto: I. Knack

© Ingrid Knack

Kein Stein blieb mehr auf dem anderen: Die ausgebaute Scheune eines ehemaligen landwirtschaftlichen Anwesens im Frühmeßhof brannte komplett nieder. Foto: I. Knack

Von Ingrid Knack

KIRCHBERG AN DER MURR. Hartnäckig hält sich das Gerücht, dass es ein Feuerteufel gewesen sein soll, der für die drei Brände in Kirchberg an der Murr in der vergangenen Woche verantwortlich ist. Am Donnerstag stand eine Sitzbank in Flammen, in der Nacht zum Freitag brannten rund 120 Strohballen nieder, und in der Nacht zum Samstag verwüstete ein Feuer ein ehemaliges landwirtschaftliches Anwesen mit einer ausgebauten Scheune sowie angrenzenden Garagen im Ortsteil Frühmeßhof (wir berichteten).

Von einem möglichen technischen Defekt als Ursache spricht niemand, der am Brandort anzutreffen war. Grund dafür ist, dass die Polizei, noch während das Feuer wütete, einen Mann, der sich an der Brandstelle befand, zur Kriminalinspektion 1 nach Waiblingen mitnahm und dort verhörte. Noch am selben Tag wurde dieser dann aber wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Kriminalinspektion 1 in Waiblingen ist zuständig für Sexualdelikte, Amtsdelikte, Kapitaldelikte und auch Brände, wenn diese in Verbindung mit Straftaten stehen.

Die Polizei verhält sich auffällig bedeckt. „Nach wie vor ermittelt die Kripo weiter“, sagt David Ebert, ein Pressesprecher des Polizeipräsidiums Aalen. Er deutet zudem an, dass die Ermittlungen nicht gefährdet werden dürften. Herauszufinden, wo genau das Feuer ausgebrochen war, sei „teils diffizil“, da es sich um ein großes Objekt handele. „Es ist schwierig, den Brandherd zu finden.“ Und er sagt: „Der Tatort ist abgeriegelt.“ Rot-weiße Bänder signalisieren dort, dass Unbefugte das Areal nicht betreten dürfen. Dabei geht es nicht nur um Sicherheit, sondern auch um Spurensicherung. Die Höhe des Sachschadens hatte das Polizeipräsidium Aalen am Wochenende mit 200000 Euro angegeben. Angesichts der Tatsache, dass das ehemalige landwirtschaftliche Anwesen in Schutt und Asche liegt und obendrein zahlreiche Oldtimer, landwirtschaftliche Fahrzeuge, Werkzeuge, Secondhand-Waren der dort angesiedelten Firma, die auch Dienstleistungen in Zusammenhang mit Umzügen anbietet, Opfer der Flammen wurden, hätte man sich eine weitaus höhere Schadenssumme vorstellen können. Auch, weil überdies auf dem Gelände abgestellte Wohnwagen zum Teil beschädigt wurden. Verkleidungen und Fenster sind durch die Hitze geschmolzen.

Mittlerweile ist Kirchbergs Bürgermeister Frank Hornek wieder zurück von seiner Dienstreise. Er war zusammen mit Feuerwehrleuten aus Kirchberg und deren Angehörigen sowie Wehrleuten aus der Altersabteilung auf einem Wochenendausflug nach Dresden. Über die Hälfte der aktiven Feuerwehrmänner sei aber noch in Kirchberg gewesen, versichert der Rathauschef. Darunter auch Führungskräfte. Als der Brand im Frühmeßhof bekannt wurde, seien die Nachbarwehren gleich mitalarmiert worden. Die Feuerwehren seien „sehr frühzeitig und mit viel Personal vor Ort gewesen“. Schon bei der Anfahrt hätten die Einsatzkräfte erkannt, dass die Scheune nicht mehr zu retten gewesen sei. Deshalb sei es vor allem darum gegangen, ein Übergreifen der Flammen auf Nachbargebäude zu verhindern.

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Erstellt:
25. September 2018, 06:00 Uhr

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