Baden-Württemberg
Gesundheitsausgaben im Südwesten leicht rückläufig
Zum ersten Mal seit Beginn der Erhebung im Jahr 2008 sind in Baden-Württemberg die Gesundheitsausgaben im Jahr 2023 leicht gesunken.

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Die Gesundheitsausgaben in Baden-Württemberg sind leicht gesunken. (Symbolbild)
Von red/epd
. Im Jahr 2023 sind die Gesundheitsausgaben in Baden-Württemberg leicht gesunken - und das zum ersten Mal seit Beginn der Erhebung im Jahr 2008. Nach Angaben des Statistischen Landesamts wurden rund 63,3 Milliarden Euro für Gesundheit ausgegeben. Das seien 0,1 Prozent weniger als im Vorjahr, teilten die Statistiker am Mittwoch in Stuttgart mit.
Grund für den Rückgang sind demnach vor allem die deutlich geringeren Ausgaben der öffentlichen Hand. Diese verringerten sich um fast die Hälfte, weil Corona-Hilfsmaßnahmen 2023 weitgehend ausgelaufen waren. Der größte Anteil der Gesundheitsausgaben entfiel auch im vergangenen Jahr auf die gesetzliche Krankenversicherung: Mit rund 34,5 Milliarden Euro finanziert sie mehr als die Hälfte (54,5 Prozent) der Gesamtkosten. Auf private Haushalte und gemeinnützige Organisationen entfielen gut 8,3 Milliarden Euro, also 13,1 Prozent.
Pro Kopf wurden im Südwesten rechnerisch 5.597 Euro für Gesundheit aufgewendet. Damit liegt Baden-Württemberg im Ländervergleich auf dem zweitniedrigsten Platz. Am meisten wurde in Brandenburg (6.402 Euro) ausgegeben, am wenigsten in Bremen (5.368 Euro). Im Schnitt gaben die Bundesländer je Einwohnerin und Einwohner 5.925 Euro aus. (2127/27.08.2025)