Gesundheitsminister bittet um Geduld beim Impfen

dpa/lsw Stuttgart. Angesichts wachsender Kritik über die schleppende Impfkampagne gegen das Coronavirus hat Baden-Württembergs Gesundheitsminister um Geduld gebeten. „Die Lage wird sich entspannen“, versicherte Manne Lucha (Grüne) am Samstag in Stuttgart mit Verweis auf die Zulassung weiterer Impfstoffe.

Manfred „Manne“ Lucha, Minister für Soziales und Integration in Baden-Württemberg. Foto: Marijan Murat/dpa/Archivbild

Manfred „Manne“ Lucha, Minister für Soziales und Integration in Baden-Württemberg. Foto: Marijan Murat/dpa/Archivbild

„Mit der derzeit vom Bund zur Verfügung gestellten Menge an Impfstoff können wir täglich in Baden-Württemberg 6500 Menschen impfen“, machte Lucha klar. Allerdings gebe es rund eine Million Menschen im Südwesten, die im ersten Schritt geimpft werden dürfen - das sind Über-80-Jährige, ärztliches und pflegerisches Personal. „Diese große Diskrepanz kriegen wir leider nicht so schnell aus der Welt.“

Die Infrastruktur sei da, sagte der Minister. Tausende Ärzte, medizinische Fachangestellte und Freiwillige stünden bereit, um eine ganze Bevölkerung zu impfen. „Jeder Impfstoff, der hier in Baden-Württemberg ankommt, wird sofort verimpft“, so Lucha. Momentan sei die Nachfrage aber viel größer als das Angebot. Er verstehe die Enttäuschung all jener, die jetzt noch nicht zum Zug kämen.

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Erstellt:
9. Januar 2021, 16:49 Uhr

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