Baden-Württemberg
Gewalt gegen Frauen nimmt im Südwesten zu
In Baden-Württemberg ist die Gewalt gegen Frauen gestiegen – und es zeichnet sich keine Trendwende ab. Das zeigt die polizeiliche Kriminalstatistik.

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Laut polizeilicher Kriminalstatistik ist die Gewalt gegen Frauen im Südwesten gestiegen. (Symbolbild)
Von red/epd
. Die Gewalt gegen Frauen in Baden-Württemberg ist gestiegen. Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) zeigt, dass 2024 alleine in Stuttgart 773 weibliche Opfer von Gewaltkriminalität erfasst wurden, gegenüber 737 im Jahr 2023, wie das Innenministerium in einer am Freitag veröffentlichten Antwort auf eine Anfrage der AfD-Landtagsfraktion schreibt. Mannheim verzeichnete einen Anstieg von 330 auf 365 Fälle und Freiburg von 213 auf 223 Fälle. In Karlsruhe sank die Zahl von 348 auf 285, in Heidelberg von 141 auf 132.
Ein Großteil der Gewaltdelikte betrifft der Antwort zufolge gefährliche und schwere Körperverletzungen. Auch Messerangriffe und der Einsatz von Schusswaffen spielen eine Rolle, wenn auch auf niedrigerem Niveau. Die Mehrheit der weiblichen Opfer sind Erwachsene, etwa zwei Drittel haben die deutsche Staatsangehörigkeit. Bei den Tatverdächtigen sind etwa die Hälfte Deutsche, knapp zehn Prozent sind Asylbewerber oder Flüchtlinge. Die Aufklärungsquote liegt bei etwa 80 Prozent, bei Mord und Totschlag ist sie noch höher.
Eine Trendwende sieht das Innenministerium derzeit nicht - im Gegenteil. „Für den Zeitraum Januar bis Juli 2025 deutet sich bei der Anzahl der Opfer von Gewaltkriminalität in den Stadtkreisen Stuttgart, Mannheim, Karlsruhe, Freiburg im Breisgau und Heidelberg insgesamt ein Anstieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum an“, heißt es in der Antwort des Ministeriums. (2146/29.08.2025)