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Gewerkschaft: Schulbeginn für Grundschulklassen für zu früh

dpa/lsw Stuttgart. Der angekündigte schrittweise Schulstart Anfang Mai nach der wochenlangen Corona-Pause kommt nach Ansicht der baden-württembergischen Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) für einige Klassen zu früh. Er sei außerdem in der von Bund und Ländern beschlossenen Form zu umfangreich, zu riskant und organisatorisch kaum umzusetzen, kritisierte die Vorsitzende Doro Moritz am Dienstag.

Zuvor hatten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Landeschefs darauf geeinigt, den Schulbetrieb am 4. Mai wieder aufzunehmen, beginnend mit den Abschlussklassen, den Klassen, die im kommenden Jahr Prüfungen ablegen, und den obersten Grundschulklassen.

„Ich sehe ein, dass das für die Prüfungsklassen auch eine emotionale Beruhigung sein kann“, sagte Moritz der Deutschen Presse-Agentur. Für die obersten Grundschulklassen sei es hingegen unnötig, zu diesem Zeitpunkt den Unterricht bereits wieder aufzunehmen. „Das klingt, als gebe es eine Art Grundschulabitur“, sagte Moritz. Es sei zudem nicht geklärt, wie Schüler und Lehrer ausgestattet werden können, um die Empfehlung zum Tragen einer Maske umzusetzen.

Dem SWR sagte Moritz, Kinder in der Grundschule hätten einen großen Bewegungsdrang. Sie kämen sich auch körperlich sehr nahe. Die Lehrer hätten in den Pausen dann einen Polizistenjob.

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Erstellt:
15. April 2020, 17:48 Uhr

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