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Gewerkschaft verlangt verstärkte Kontrollen der Schlachthöfe

dpa/lsw Stuttgart. Nach dem massiven Corona-Ausbruch beim Fleischhersteller Tönnies fordert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) verstärkte Kontrollen und Tests bei den Schlacht- und Zerlegungsbetrieben im Südwesten. Der Landesbezirksvorsitzende Uwe Hildebrandt, sagte am Mittwoch in Stuttgart: „Nur dort, wo getestet wird, kann die Ausbreitung des Virus frühzeitig eingedämmt werden.“ Die Gesundheit der Beschäftigten und der Bevölkerung in den betroffenen Stadt- und Landkreisen müsse an erster Stelle stehen.

Halbe Schweine hängen in einem Schlachthof. Foto: Mohssen Assanimoghaddam/dpa/Symbolbild

Halbe Schweine hängen in einem Schlachthof. Foto: Mohssen Assanimoghaddam/dpa/Symbolbild

Vorbeugende Corona-Tests seien dringend erforderlich, aber natürlich nicht alles. Die Corona-Pandemie habe nur die seit Jahren bekannten katastrophalen Zustände in den Schlacht- und Zerlegungsbetrieben verstärkt offengelegt. Wichtig sei daher vor allem, dass die für das kommende Jahr angekündigten schärferen Regeln für die Fleischindustrie umgehend umgesetzt werden.

Auch Müller Fleisch in Birkenfeld bei Pforzheim hatte vor Wochen mit einem Virusausbruch zu kämpfen. In der Fleischfabrik hatte es etwa 400 Infektionen mit dem Coronavirus gegeben. Viele Mitarbeiter mussten in häusliche Quarantäne. In Schlachthöfen gibt es immer wieder hohe Zahlen von Corona-Infektionen, aktuell beim Schlachtbetrieb Tönnies in Rheda-Wiedenbrück in Nordrhein-Westfalen.

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Erstellt:
24. Juni 2020, 12:23 Uhr

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