Edelmetall unter Druck

Goldpreis fällt unter die 5.000-Dollar-Marke - Das steckt dahinter

Der Goldpreis ist am Montag unter die Marke von 5.000 US-Dollar gefallen. Geopolitische Spannungen und die Zinserwartungen der Federal Reserve setzen den Markt unter Druck. Doch was genau steckt hinter diesem Rückgang?

Der Goldpreis fällt unter 5.000 US-Dollar. Geopolitische Spannungen und die Zinspolitik der Federal Reserve belasten den Markt.

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Der Goldpreis fällt unter 5.000 US-Dollar. Geopolitische Spannungen und die Zinspolitik der Federal Reserve belasten den Markt.

Von Matthias Kemter

Am Montagmorgen notiert der Goldpreis bei 4.980 US-Dollar pro Unze, was einem Rückgang von über 2 % entspricht. Die geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten und die Unsicherheiten über die zukünftige Zinspolitik der Federal Reserve belasten den Markt.

Geopolitische Spannungen belasten den Markt

Die Konflikte im Nahen Osten belasten die Märkte. Die USA haben Irans Öl-Export-Hub Kharg Island angegriffen, was zu Vergeltungsmaßnahmen des Iran führte. Obwohl die Öl-Infrastruktur nicht beschädigt wurde, sorgt die angespannte Lage für Unsicherheit. Gleichzeitig planen die USA allerdings, die Straße von Hormus mit einer internationalen Koalition zu sichern, was die Nachfrage nach Gold als sichere Anlage verringert hat.

Zinspolitik der Federal Reserve im Fokus

Ein weiterer Faktor, der den Goldpreis belastet, sind die Erwartungen an die Zinspolitik der Federal Reserve. Steigende Energiepreise haben den Inflationsdruck erhöht, was die Wahrscheinlichkeit von Zinssenkungen in den kommenden Monaten verringert. Laut dem FedWatch-Tool liegt die Wahrscheinlichkeit für niedrigere Leitzinsen bis Mitte September bei lediglich 50 %. Da Gold keine Zinsen abwirft, verliert es in einem Umfeld höherer Zinsen an Attraktivität.

Schwächerer Dollar stützt zu wenig

Obwohl der US-Dollar zuletzt schwächer notierte, konnte dies den Goldpreis nicht stützen. Die rückläufige Nachfrage nach sicheren Anlagen, ausgelöst durch die Hoffnung auf eine Stabilisierung der geopolitischen Lage, hat den Abwärtstrend verstärkt.

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Erstellt:
16. März 2026, 10:48 Uhr

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