Stützen bleiben erhalten

Goldpreis wieder über 5.000-Dollar-Marke - Das sind Gründe

Der Goldpreis hat erneut die Marke von 5.000 US-Dollar überschritten. Nach einer turbulenten Phase kehren Anleger zurück.

Der Goldpreis steigt wieder über 5.000 US-Dollar. Erfahren Sie, welche Faktoren den Kurs des Edelmetalls nach einer turbulenten Phase beflügelt haben.

© Volodymyr TVERDOKHLIB / Shutterstock.com

Der Goldpreis steigt wieder über 5.000 US-Dollar. Erfahren Sie, welche Faktoren den Kurs des Edelmetalls nach einer turbulenten Phase beflügelt haben.

Von Matthias Kemter

Nach einem heftigen Einbruch in der vorletzten Woche, bei dem Gold rund 20 Prozent von seinem Allzeithoch fiel, zeigt sich der Markt wieder stabil. Zum Beginn der aktuellen Handelswoche steigt der Goldpreis erneut auf 5.030 US-Dollar und liegt damit wieder über der psychologisch wichtigen Marke von 5.000 US-Dollar. Auch Silber konnte kräftig zulegen und notierte bei über 81 US-Dollar.

Käufer kommen zurück

Letzte Woche erst ist der Goldpreis auf 4.400 US-Dollar gefallen. Den Stein ins Rollen brachte die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, Kevin Warsh als künftigen Chef der Notenbank zu nominieren, was dem Goldmarkt Dynamik entzog. Der jüngste Anstieg des Goldpreises ist vor allem eine Reaktion auf die massiven Verkäufe der letzten Woche. Viele Anleger hatten ihre Positionen aufgrund von Zwangsverkäufen und Margin Calls liquidieren müssen, was den Markt stark unter Druck setzte. Nun kehren die sogenannten Dip-Käufer zurück, welche die niedrigen Preise als Einstiegschance nutzen. Diese Gegenbewegung wurde von Analysten bereits erwartet, da sich nach einem starken Abverkauf oft eine technische Erholung einstellt.

Geopolitische Unsicherheiten stützen den Kurs

Ein zentraler Treiber für den Anstieg des Goldpreises ist die anhaltende Unsicherheit so wie geopolitisch als auch auf den globalen Märkten. Auch wenn der kürzliche Abverkauf drastisch war, bleiben die Faktoren, die Gold in den letzten Monaten so vehement haben steigen lassen, bestehen. Spannungen im Nahen Osten sowie die zähen Friedensverhandlungen im Ukraine-Krieg stützen weiterhin den Kurs von Edelmetallen wie Gold.

Bekanntes Muster nach 1.000er-Marken

Ein Blick auf den Jahreschart zeigt, dass die Tausendermarken allgemein mehr Dynamik mit sich bringen. Bei 3.000 USD und 4.000 USD war es prinzipiell dasselbe Spiel. Der Meilenstein wird überschritten - der Kurs steigt rapide - die starke Korrektur kommt und anschließend steigt der Kurs weiter. Mit jeder weiteren 1.000-Marke wird dieses Muster jedoch ausgeprägter. Auch die Deutsche Bank hat ihre Prognose bereits bekräftigt, dass der Goldpreis im Laufe des Jahres aus 6.000 US-Dollar steigen könnte.

Wahlsieg in Japan & Unabhängigkeit der FED

Ein weiterer Faktor ist die Erwartung einer lockereren Fiskalpolitik in Japan nach dem Wahlsieg von Premierministerin Sanae Takaichi. Ihr Erfolg verstärkte die Erwartungen an eine lockerere Fiskalpolitik in Japan und an anhaltenden Druck auf den Yen, was den Goldpreis stützt. Auch die Debatte um die Personalie Kevin Warsh ist am Edelmetallmarkt noch nicht beendet. Da sich dieser nun öffentlich für ein neues Abkommen zwischen der US-Notenbank FED und des Finanzministeriums ausgesprochen hat, kommen alte Sorgen um die Unabhängigkeit der FED wieder hoch.

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Erstellt:
9. Februar 2026, 10:14 Uhr

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