Tipps für Verbraucher
Googeln ohne Google? Alternativen zu den Tech-Giganten
Vieles Digitale hängt an den USA. Aber welche sicheren Alternativen zu Microsoft, Google und Co. haben Verbraucher? Ein Experte gibt Tipps.
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Es gibt auch andere Schreibprogramme als das vielbenutzte Microsoft Word.
Von Rebekka Wiese
Suchen mit Google, Schreiben mit Microsoft Word, Chatten auf WhatsApp: So dürfte der digitale Alltag für viele aussehen. Doch es geht auch ohne die großen Tech-Konzerne. Konstantin Macher ist im Vorstand des Vereins Digitale Gesellschaft, der sich für Verbraucherschutz im Digitalen einsetzt. Er rät dazu, auf Alternativen umzusteigen. Ein Überblick.
Schreib-Programme und Co.
Schreiben, Rechnen, Präsentieren: Das machen viele mit Word, Excel und PowerPoint von Microsoft. Konstantin Macher nutzt lieber die Programme von LibreOffice. „Das ist eine gut etablierte Software, die es schon seit gut 20 Jahren gibt“, sagt er. „Die Programme von LibreOffice funktionieren fast wie die von Microsoft, sind aber kostenlos, laufen auch auf alter Hardware und gelten als sicher.“
Suchmaschinen
Wie googelt man ohne Google? Schon die Frage zeigt, wie verbreitet die Suchmaschine ist. Aber es gibt Alternativen. Macher empfiehlt DuckDuckGo oder Startpage. Während DuckDuckGo ähnlich wie Google funktioniert, aber dabei mehr Datenschutz bietet, gibt Startpage die Anfrage an die Suchmaschinen Google und Bing weiter und spielt deren Ergebnisse aus – aber sammelt dabei keine Nutzerdaten ein.
Messenger
Über Messenger wie WhatsApp tauschen Menschen intimste Nachrichten aus. Macher rät auch hier zur sicheren Alternative. „Die einfachste und am weitesten verbreitete Variante ist Signal“, sagt er. Signal kommt aus den USA, doch dahinter steht eine gemeinnützige Stiftung, kein Konzern. Die App gilt vielen als Goldstandard der Datensicherheit.
E-Mails
Es gibt viele kostenlose Angebote für Mailpostfächer – aber Macher empfiehlt, auf eine Bezahl-Variante zu setzen. „Es geht um verschwindend geringe Beträge, die aber mehr Sicherheit bieten“, sagt er. Ein Postfach bei Posteo oder Mailbox zum Beispiel kostet einen Euro im Monat. Anbieter wie Tuta haben kostenlose Schnupper-Varianten, ein Vollangebot gibt es ab drei Euro im Monat.
… und alles andere
Für mehr Tipps verweist Macher auf die Website www.di.day. Dort gibt es auch einen Überblick über Veranstaltungen in ganz Deutschland, bei denen jeder vorbeikommen kann, um sich beraten zu lassen.
