Grippewelle 2024

Grippe oder grippaler Infekt - das sind die Symptome

Husten, Schnupfen, Halsweh – es ist nicht leicht, anhand von Symptomen die richtige Diagnose zu stellen. Diese Unterschiede sind entscheidend.

Während Erkältungen und grippale Infekte meist harmlos verlaufen, können Infektionen sowohl mit dem Influenzavirus als auch dem Coronavirus lebensbedrohlich werden.

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Während Erkältungen und grippale Infekte meist harmlos verlaufen, können Infektionen sowohl mit dem Influenzavirus als auch dem Coronavirus lebensbedrohlich werden. Foto: sebra - stock.adobe.com

Von Klaus Zintz

Derzeit wird wieder häufig geschnupft und gehustet. Doch handelt es sich um eine gewöhnliche Erkältung, also einen grippalen Infekt, oder steckt einem eine echte Grippe (Influenza) oder gar Corona in den Knochen? Bei letzterem geben nach wie vor Schnelltests einen guten Hinweis - doch bei einer Influenza schlagen die nicht an. Wir geben eine Übersicht über die unterschiedlichen Symptome und erklären, was man bei einer Infektion tun sollte.

Welche Symptomen gibt es bei Erkältung, Grippe und Corona?

Generell können Atemwegserkrankungen eine sehr große Bandbreite an unterschiedlichen Verlaufsformen aufweisen. Die wichtigsten Symptome sind folgende: Halsweh Schnupfen Husten Fieber Atemnot Kopfweh Müdigkeit Abgeschlagenheit Gliederschmerzen

Aber es können weitere Beschwerden hinzukommen: Im Zusammenhang mit Corona wird etwa über Erbrechen, Durchfall, Hautausschlag, Lymphknotenschwellung und Apathie geklagt. Das Problem ist, dass sich leichte Verlaufsformen einer Corona-Infektion kaum von einer Erkältung unterscheiden lassen. Eine Infektion mit dem Influenzavirus greift den Körper dagegen meist stark an – man fühlt sich krank und ist körperlich mitgenommen.

Welche Symptome treten bei Influenza auf?

Für eine echte Grippe, also eine Infektion mit dem Influenzavirus, ist typisch, dass sie schlagartig beginnt und dann den Patienten im wahrsten Sinne des Wortes lahmlegt. Hohes Fieber und Abgeschlagenheit sind kennzeichnend für den weiteren Verlauf. Zudem klagen die Patienten oft über starke Gliederschmerzen sowie Kopfschmerzen. Trockener, oft schmerzhafter Husten kommt hinzu, Schnupfen ist eher die Ausnahme. Kennzeichnend ist zudem, dass die Erschöpfung bis zu drei Wochen lang anhalten kann. Beim Verdacht auf Influenza ist ein Arztbesuch wichtig – vor allem wenn Risikopatienten betroffen sind, also Säuglinge und kleine Kinder, Schwangere, ältere Personen sowie Menschen mit Lungenerkrankungen. Bei Berufstätigen ist es aufgrund anhaltender Beschwerden ohnehin erforderlich, wegen der Krankschreibung zum Arzt zu gehen.

Wann handelt es sich um eine Erkältung?

Eine Erkältung, landläufig auch Grippe genannt, kann durch zahlreiche Viren hervorgerufen werden. Im Gegensatz zur Influenza beginnt sie langsam und verschlechtert sich allmählich. Die Körpertemperatur ist meist nur wenig erhöht, die Schlappheit hält sich in Grenzen, und der Kopf schmerzt nur leicht, wenn überhaupt. Schnupfen mit verstopfter oder laufender Nase ist ebenso typisch wie Husten, wobei auf den Reizhusten ein sogenannter produktiver Husten folgt.

 

Was ist für Corona typisch?

Wenn man bei einer Erkältung nichts mehr schmeckt und riecht, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass man sich mit Corona angesteckt hat. Vor allem dann, wenn man nur ganz leichten Schnupfen hat - der Geruchsausfalle also nicht von einer stark geplagten Nase herrühren kann. Geruchs- und Geschmackssinn können jedoch unterschiedlich stark beeinträchtigt sein. Ansonsten listet das RKI als typische Symptome Husten, Fieber und Schnupfen auf. In seltenen Fällen kommt es zu einer Lungenentzündung.

Wie häufig verläuft eine Infektion mit dem Coronavirus ohne Symptome?

Es gibt Menschen, die zu keinem Zeitpunkt einer Corona-Infektion irgendwelche Krankheitssymptome zeigen – Mediziner sprechen dann von einer asymptomatischen Infektion. Eine umfassende Auswertung von 94 Studien, die an der Uni Bern vorgenommen wurde, kam zu dem Schluss, dass „schätzungsweise 20 Prozent der Sars-CoV-2-Infektionen auf Dauer asymptomatisch bleiben“. Weiter gebe es Hinweise, dass infizierte Personen ohne Symptome weniger Ansteckungen verursachten als Infizierte mit Symptomen. Laut RKI wird angenommen, dass etwa 81 Prozent der diagnostizierten Personen einen milden, rund 14 Prozent einen schwereren und etwa fünf Prozent einen kritischen Krankheitsverlauf zeigen.

Wie verlaufen die Krankheiten?

Während Erkältungen und grippale Infekte meist harmlos verlaufen, können Infektionen sowohl mit dem Influenzavirus als auch dem Coronavirus lebensbedrohlich werden und sogar zum Tode führen. Dem RKI zufolge sind insgesamt 2,4 Prozent aller Personen, für die bestätigte Sars-CoV-2-Infektionen in Deutschland übermittelt wurden, im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Bei Influenza schwanken die Todeszahlen von Jahr zu Jahr stark.

Was tun, wenn sich eine Erkältung anbahnt?

Da es schwierig ist, zwischen den Symptomen insbesondere für eine Erkältung und einer beginnenden Corona-Infektion zu unterscheiden, sollte man bei typischen Anzeichen zu Hause bleiben und sich telefonisch vom Hausarzt beraten lassen.

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Erstellt:
4. Januar 2024, 12:10 Uhr
Aktualisiert:
5. Januar 2024, 14:16 Uhr

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