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Grüne Jugend gegen Kretschmanns Auto-Kaufprämien

dpa/lsw Stuttgart. Die Grüne Jugend Baden-Württemberg hat sich anlässlich des Autogipfels von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Vertretern der Autobranche am Dienstag gegen Prämien für die Branche ausgesprochen. Die Prämien-Diskussion war wegen der Auswirkungen der Corona-Krise auf die Autobranche laut geworden. Die grünen Jungpolitiker kritisierten die Haltung von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne), der sich für solche Prämien ausgesprochen hatte. „Wir erwarten von unserem grünen Ministerpräsidenten, dass er einer Kaufprämie für klimaverpestende Verbrennungsmotoren eine klare Absage erteilt“, erklärten die Sprecher der Jugendorganisation der Partei, Lea Elsemüller und Deniz Gedik, am Dienstag in Stuttgart.

Mitglieder der Grünen Jugend Baden-Württemberg stehen bei ihrer Landesmitgliederversammlung vor dem Logo ihrer Partei. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Archivbild

Mitglieder der Grünen Jugend Baden-Württemberg stehen bei ihrer Landesmitgliederversammlung vor dem Logo ihrer Partei. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Archivbild

Dass Kretschmann stattdessen sogar vorpresche und „die staatliche Förderung dieser Technologie von vorgestern fordert“, sei verantwortungslos, hieß es weiter. „Wir sollten nicht vergessen, dass sich die Automobilindustrie bereits vor Beginn der Corona-Pandemie in einer tiefen Krise befand, in die sie sich durch mangelnde Transformationsbereitschaft selbst hineinmanövriert hat.“

Eine Kaufprämie sei weder ökologisch noch ökonomisch sinnvoll und zögere den Zusammenbruch des Industriezweigs allenfalls hinaus. Die Grüne Jugend fordert, die Mobilität insgesamt zu reformieren. Das bedeute eine Abkehr vom Dogma des motorisierten Individualverkehrs hin zum öffentlichen Nahverkehr und der Förderung von Rad- und Fußverkehrsinfrastruktur, also „weniger Autos, nicht mehr“.

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Erstellt:
5. Mai 2020, 12:05 Uhr

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