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Grütters: „Landshut“ wichtige Nachkriegsgeschichte

dpa Berlin/Friedrichshafen. Bei der Suche nach einer Zukunft für die 1977 entführte ehemalige Lufthansa-Maschine „Landshut“ fühlt sich Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) vom Außenministerium allein gelassen. „Das Auswärtige Amt hat die "Landshut" auf Initiative des damaligen Außenministers Sigmar Gabriel im Sommer 2017 in einer Hauruck-Aktion kurz vor der Bundestagswahl unter großem Medienrummel aus Brasilien nach Friedrichshafen gebracht“, sagte Grütters der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in Berlin. Das Auswärtige Amt sei bis heute Eigentümer der „Landshut“ und „damit auch verantwortlich für das, was mit der Maschine passiert“.

Monika Grütters verfolgt eine Debatte im Bundestag. Foto: Fabian Sommer/dpa

Monika Grütters verfolgt eine Debatte im Bundestag. Foto: Fabian Sommer/dpa

Palästinensische Terroristen hatten das Flugzeug im Oktober 1977 mit 91 Menschen an Bord tagelang in ihre Gewalt gebracht, um die Rote Armee Fraktion (RAF) zu unterstützen. In Aden erschoss das Kommando Flugkapitän Jürgen Schumann. Auf dem Flughafen von Mogadischu stürmte die GSG9 die Maschine und befreite die Geiseln unversehrt.

„Bei der "Landshut" handelt es sich um ein wichtiges Stück Nachkriegsgeschichte“, sagte Grütters. Die RAF und das Jahr 1977 gehörten zur Geschichte der Bundesrepublik. Sie habe „großen Respekt vor den Opfern und ihren Nachfahren“.

Ein von Gabriel mit dem Dornier-Museum ausgeheckter Plan für eine Präsentation in Friedrichshafen gilt als gescheitert. Die Maschine liegt dort derzeit in einem Hangar. Grütters lässt nach eigenen Angaben ein Ausstellungskonzept erarbeiten. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht“, sagte sie. Zudem werde „mit Hochdruck an alternativen Standortlösungen“ gearbeitet. „Aber es ist nicht in erster Linie unsere Verantwortung, die liegt nach wie vor beim Auswärtigen Amt. Dort müsste über Alternativen nachgedacht werden. Das geschieht aber aus unserer Sicht nicht“, sagte Grütters.

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Erstellt:
6. Februar 2020, 06:22 Uhr

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