Guaidó will nach Venezuela reisen

Brasilia /DPA - Venezuelas selbst ernannter Übergangspräsident Juan Guaidó will Medienberichten zufolge trotz drohender Festnahme am Wochenende in sein Heimatland zurückkehren. Das sagte sein Mitarbeiter Francisco Sucre dem brasilianischen TV-Sender Globo. Guaidó führte am Donnerstag Gespräche in Brasilien. Venezuelas umstrittener Staatschef Nicolás Maduro hatte am Montag gedroht, Guaidó müsse sich bei einer Rückkehr nach Venezuela der Justiz stellen. Er sei sich der Lage bewusst, werde aber nicht vor ihr fliehen, zitierte Globo Guaidó unter Berufung auf diplomatische Kreise. Am Vortag hatte er gewarnt, seine Festnahme würde eine beispiellose Reaktion in Venezuela selbst und im Ausland nach sich ziehen.

Guaidó hätte Venezuela wegen eines Ermittlungsverfahrens eigentlich nicht verlassen dürfen. Er reiste aber am Freitag vergangener Woche nach Kolumbien zu einem Benefizkonzert zugunsten von Hilfslieferungen für Venezuelas Hunger leidende Bevölkerung und zu einem Treffen unter anderem mit US-Vizepräsident Mike Pence in Bogotá. In der brasilianischen Hauptstadt traf Guaidó am Donnerstag auch den Botschafter Spaniens und andere Diplomaten aus EU-Ländern.

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Erstellt:
1. März 2019, 03:04 Uhr

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