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Hackerangriff kostet Automatisierungsspezialisten Pilz

dpa/lsw Ostfildern. Die schwächelnde Konjunktur und ein massiver Hackerangriff haben dem Automatisierungstechnik-Spezialisten Pilz erstmals seit Jahren wieder einen Umsatzrückgang eingebrockt. 322,5 Millionen Euro verbuchte das Familienunternehmen aus Ostfildern im vergangenen Jahr, das waren 6,5 Prozent weniger als 2018. Zuletzt war der Umsatz im Jahr 2009 gesunken, wie die Pilz Gruppe am Donnerstag mitteilte. Zum Ergebnis wurden keine Angaben gemacht. „2019 war für Pilz ein schwieriges Jahr“, sagte die geschäftsführende Gesellschafterin Susanne Kunschert. Nach wirtschaftlichem Abschwung und der Cyberattacke komme nun noch die Corona-Krise hinzu.

Als Reaktion auf sinkende Auftragszahlen hatte das Unternehmen schon vergangenen September am Stammsitz Ostfildern Kurzarbeit eingeführt, die immer noch läuft. Mitte Oktober verschafften sich dann Hacker Zugang zu den Computersystemen und legten sie lahm. Rund zwei Wochen lang ruhte weltweit der Betrieb bei Pilz. „Der Umsatzrückgang war daher nicht zu verhindern“, sagte Kunschert. Die Zahl der Mitarbeiter habe man trotzdem konstant halten können. Weltweit arbeiten gut 2500 Menschen für die Gruppe, davon knapp 1130 in Deutschland. Mit den Erwartungen für 2020 bleibe man zurückhaltend, aber insgesamt dennoch optimistisch, hieß es.

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Erstellt:
28. Mai 2020, 12:37 Uhr

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