Haftstrafe für Mutter wegen versuchten Totschlags an Sohn

dpa/lsw Rottweil. Weil sie versucht haben soll, ihren drei Jahre alten Sohn mit einem Messer umzubringen, muss eine 36 Jahre alte Frau für mehrere Jahre in Haft. Das Landgericht Rottweil verurteilte die Angeklagte am Mittwoch wegen versuchten Totschlags, gefährlicher Körperverletzung und Nötigung zu einer Freiheitsstrafe von sieben Jahren. Die Frau litt zur Tatzeit nachweislich an einer schweren Depression. Die Schwurgerichtskammer war deswegen überzeugt, dass sie im Zustand verminderter Steuerungsfähigkeit handelte.

Vor einem Gerichtsgebäude steht u.a. eine Statue der Justitia. Foto: Stefan Puchner/dpa/Symbolbild

Vor einem Gerichtsgebäude steht u.a. eine Statue der Justitia. Foto: Stefan Puchner/dpa/Symbolbild

Die zur Tatzeit 35-Jährige hatte ihren Sohn unzählige Male über den Hals geschnitten. Der Kleine war in Lebensgefahr und musste notoperiert werden. Danach versuchte die Frau, sich selbst umzubringen, indem sie sich in den Hals und den linken Unterarm schnitt. Sie wurde dabei leicht verletzt.

Der schwer verletzte Sohn konnte gerettet werden, weil seine zwölfjährige Schwester vom Tatort in einem Waldgebiet bei Balgheim (Landkreis Tuttlingen) flüchten und Hilfe holen konnte. Die beiden Kinder leben nun bei ihren Vätern, die das alleinige Sorgerecht haben. Die Frau war erst wenige Wochen vor der Tat nach Baden-Württemberg gezogen. Sie wuchs in Prenzlau in der Uckermark auf.

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Erstellt:
2. Dezember 2020, 16:21 Uhr

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