Einzelhandel zur Adventszeit
Handelsverband: Weihnachtsgeschäft verhalten angelaufen
Das Weihnachtsgeschäft hat begonnen – doch das Kaufverhalten in Baden-Württemberg bleibt laut dem Handelsverband zurückhaltend.
© Julia Steinbrecht/KNA/Julia Steinbrecht
Das Weihnachtsgeschäft hat begonnen (Symbolbild).
Von red/epd
Das Weihnachtsgeschäft 2025 ist am ersten Adventswochenende in Baden-Württemberg verhalten angelaufen. Eine Händlerumfrage des Handelsverbands Baden-Württemberg unter rund 180 Händlerinnen und Händlern zeigt, dass die Kaufzurückhaltung weiterhin spürbar ist. Wie der Verband am Sonntag mitteilte, sei das Konsumverhalten stark von Preisaktionen rund um die Black Week geprägt. Gleichzeitig berichteten viele Händler, dass Kundinnen und Kunden die ersten Adventstage wieder verstärkt nutzten, um sich inspirieren zu lassen und Geschenkideen zu sammeln.
„Viele Menschen sind aktuell sehr vorsichtig, was ihre Ausgaben betrifft. Die Diskussionen um Stellenabbau in vielen Branchen verunsichern zusätzlich“, sagte Sabine Hagmann, Hauptgeschäftsführerin des Handelsverbands Baden-Württemberg. „Gleichzeitig glauben wir aber daran, dass sich die Menschen trotz aller Sorgen bewusst auch etwas Gutes tun wollen - gerade in der Weihnachtszeit.“ Besonders in größeren Städten, Innenstädten und Einkaufszentren habe sich ein reges Interesse gezeigt.
Die Kundenfrequenz sowie der Umsatz wurden jeweils mit der Schulnote 3,1 im Mittelfeld bewertet, während die Stimmung mit 2,84 positiver ausfiel. Im Vergleich zum Vorjahr berichteten rund 50 Prozent der Händlerinnen und Händler von niedrigeren Umsätzen am ersten Adventssamstag. Am Black Friday meldeten rund 58 Prozent der teilnehmenden Betriebe geringere Umsätze als im Vorjahr. Während der Black Week lag dieser Anteil sogar bei 75 Prozent. „Die Kundinnen und Kunden reagieren auf Angebote, kaufen aber gezielter und deutlich preisbewusster als früher“, sagte Hagmann.
Trotz des moderaten Starts blicke der Handel vorsichtig optimistisch auf die kommenden Wochen. Erfahrungsgemäß steige die Kaufbereitschaft mit zunehmender Nähe zu den Feiertagen. Der Handelsverband hoffe, dass sich die Menschen in den nächsten Wochen wieder stärker für den Einkauf vor Ort entscheiden, „nicht nur wegen des Preises, sondern auch wegen der Atmosphäre, der Beratung und des persönlichen Kontakts“, so Hagmann.
