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Harter Kampf um Fahrgäste in Stuttgart

Taxibranche und neue Mobilitätsanbieter als erbitterte Konkurrenten – Stadt gibt Gutachten in Auftrag

Stuttgart Die Stadt Stuttgart hat ein neues Gutachten in Auftrag gegeben. Es soll innerhalb des nächsten Jahres klären, wie sich die Taxibranche in der Landeshauptstadt entwickelt. Eine Vorgänger-Expertise hatte 2013 ergeben, dass sich das Gewerbe in einem erschreckend schlechten Zustand befindet. Die Empfehlung lautete, von den 703 Konzessionen im Lauf der Zeit etwa 130 abzubauen, um die Situation zu verbessern.

Das ist bisher nicht gelungen. „Die Zahl der Konzessionen ist auf 685 gesunken“, sagt Matthias Franke. Der Leiter der Zulassungsstelle berichtet, eine Verringerung sei schon allein deshalb schwierig, weil jeder betroffene Taxiunternehmer sofort vor Gericht ziehe. Allerdings habe sich die Lage in der Branche zuletzt durch den steten Druck der Stadt etwas verbessert.

Jetzt droht den Taxlern von anderer Stelle unliebsame Konkurrenz. Sogenannte Pooling-Dienste, bei denen mehrere Fahrgäste mit ähnlicher Route Fahrgemeinschaften bilden, drängen auf den hart umkämpften Markt. In Stuttgart ist seit knapp einem Jahr das Berliner Unternehmen Clever Shuttle, das inzwischen mehrheitlich der Bahn gehört, am Start – bisher nur als zeitlich und räumlich begrenzter Versuch mit maximal 15 Fahrzeugen. Darüber ist Clever Shuttle nicht glücklich. „Wir wollen mit diesen Auflagen, die uns stark beschränken, nicht mehr leben“, sagt Geschäftsführer Bruno Ginnuth. Er hat deshalb bei der Stadt eine massive Ausweitung des Gebiets und der Fahrzeugzahl auf bis zu 100 beantragt. Derzeit wird das Ansinnen geprüft.

Die Taxibranche reagierte umgehend mit einem Gegenantrag. Sie fordert, die Ausweitung nicht zuzulassen – und am besten den Mitbewerber gleich ganz zu verbieten. Die Stadt hat deshalb in das neue Gutachten einen zusätzlichen Punkt aufgenommen: Er soll klären, wie sich neue Mobilitätsanbieter auf die Taxis auswirken.

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Erstellt:
21. März 2019, 03:04 Uhr

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