Hauk sorgt sich wegen Afrikanischer Schweinepest um Exporte

dpa/lsw Stuttgart. Mit dem Nachweis der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Deutschland ist zwar die Gefahr eines Ausbruchs im Südwesten nach Ansicht von Landesagrarminister Peter Hauk (CDU) nicht gestiegen. Er sorgt sich nun aber stärker um die Exporte von Schweinefleisch aus Baden-Württemberg ins Ausland.

„Deutschland ist jetzt nicht mehr seuchenfrei“, sagte Hauk am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. „Wir sind traditionell in Baden-Württemberg, aber auch in Deutschland, eine Exportnation, was die Schweinefleischproduktion angeht.“ Südkorea habe bereits angekündigt, dass es aus Deutschland kein Schweinefleisch mehr bezieht. „Ich fürchte, dass andere Länder noch folgen könnten, gerade aus dem asiatischen Raum.“

Die ASP wurde von Afrika nach Europa eingeschleppt. Betroffen waren bislang Länder wie Polen, Bulgarien und Rumänien. Am Donnerstag wurde die Tierseuche zum ersten Mal in Deutschland bestätigt - bei einem toten Wildschwein in Brandenburg nahe der Grenze zu Polen. Südkorea stoppte daraufhin die Einfuhr von Schweinefleisch aus der Bundesrepublik. Die Krankheit führt bei Wild- und Hausschweinen häufig nach kurzer Krankheit zum Tod. Es gibt keine Impfstoffe dagegen. Für Menschen ist das Virus ungefährlich.

Hauk empfahl Schweinehaltern im Südwesten, in den nächsten Tagen und Wochen weniger Tiere in den Ställen zu halten, sollte dort nach der beendeten Mast wieder Platz frei werden. Ein erhöhtes Einschleppungsrisiko der Seuche nach Baden-Württemberg sieht der Minister nicht. „Brandenburg ist weit weg“, sagte er. Sollte die Seuche doch im Südwesten ausbrechen, sei man gut aufgestellt.

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Erstellt:
10. September 2020, 17:20 Uhr

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