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Heilig

„Stille Nacht, heilige Nacht“ ist das berühmteste und meistgesungene Weihnachtslied der Welt. An Heiligabend vor 200 Jahren wurde es in der Nikolauskirche in Oberndorf bei Salzburg zum ersten Mal gesungen. Was meint in diesem Zusammenhang heilig? Im Gottesdienst ist das Sanctus (der lateinische Begriff für heilig) ein feststehendes Gebet, das, wenn es feierlich zugehen soll, gesungen wird.

Die Bibel kennt drei Begriffe für heilig: Zum einen das griechische „hagios“, was im Lateinischen mit „sanctus“ übersetzt wird. Gemeint ist damit Gott selbst, der „Herr aller Mächte und Gewalten“, und alle, die an Jesus Christus glauben. Sodann „hosios“: Heilig ist derjenige, der gemäß Gottes Geboten handelt und sein Leben nach ihnen ausrichtet. Schließlich „hieros“: Es impliziert all das, was zum Göttlichen gehört und von ihm erfüllt ist.

Im Deutschen spricht man vom Sakralen, dessen Gegenteil das Profane ist. Auch der Begriff profan hat lateinische Wurzeln. Er kommt von „fanum“ – heiliger Ort –, und der Präposition „pro“ – vor. Was profan ist, liegt außerhalb des Heiligtums, ist ungeheiligt und der Sphäre des Göttlichen entzogen. Weihnachten beinhaltet eine Sinnfülle des Heiligen, die den lokalen Bezugspunkt ins Unendliche überschreitet. Gefeiert wird ein einmaliger Augenblick, der ewige Gültigkeit beansprucht. Die Geburt des Heilands, die ihre endgültige Erfüllung in der Auferstehung und Wiederkunft Christi am Jüngsten Tag findet.

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Erstellt:
24. Dezember 2018, 03:14 Uhr

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