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Helgoland: mehr Tiere als vermutet sterben an Plastik

dpa Helgoland. Plastik findet sich mittlerweile fast übarall auf dem Planeten. Auf der Hochseeinsel Helgoland verenden viele geschützte Vögel durch den gefährlichen Müll.

Ein Basstölpel sitzt auf einem Nest mit Plastikresten. Foto: Carsten Rehder/dpa

Ein Basstölpel sitzt auf einem Nest mit Plastikresten. Foto: Carsten Rehder/dpa

Auf Helgolands Vogelfelsen verenden durch Plastikmüll deutlich mehr Basstölpel und Trottellummen als bisher angenommen.

Die Tiere verhedderten sich zum Beispiel in Schlaufen und kämen nicht mehr frei, sagte Elmar Ballstaedt, ornithologischer Schutzgebietsbetreuer des Vereins Jordsand auf Helgoland. Er untersucht seit Anfang des Jahres das Ausmaß der Plastikverschmutzung in der Helgoländer Basstölpelkolonie.

Bisher sei angenommen worden, dass sich über das Jahr 30 bis 40 Trottellummen verheddern und sterben. „Ich hatte jetzt über 100“, sagte Ballstaedt. Auch bei den Basstölpeln verendeten mehr Tiere als bisher angenommen. Hier sei die Diskrepanz zu den Annahmen aber nicht ganz so hoch. In diesem Jahr starben demnach bisher rund 40 Basstölpel. Oft seien Küken betroffen.

Auf Helgoland bauen fast alle Basstölpel - eine Hochseevogelart, die deutschlandweit nur hier brütet - Plastik in ihre Nester ein. Dies birgt auch Gefahren für andere Seevogelarten wie die Trottellummen, die dicht neben den Basstölpeln brüten.

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Erstellt:
23. November 2019, 11:17 Uhr

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