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Hermann: grenzüberschreitenden Bahnverkehr verbessern

dpa/lsw Stuttgart/Berlin. Alte Bahnstrecken über den Rhein sollen für den Regionalverkehr wiederbelebt werden. Baden-Württembergs Verkehrsminister möchte die deutsch-französischen Projekte diese Woche weiter vorantreiben.

Winfried Hermann (Grüne), Verkehrsminister von Baden-Württemberg, sitzt bei einem Interview im dpa-Büro Stuttgart. Foto: Fabian Sommer/Archiv

Winfried Hermann (Grüne), Verkehrsminister von Baden-Württemberg, sitzt bei einem Interview im dpa-Büro Stuttgart. Foto: Fabian Sommer/Archiv

Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) will diese Woche weitere Schritte zum grenzüberschreitenden regionalen Bahnverkehr nach Frankreich mit dem Bund abstimmen. Bei einem Treffen diesen Donnerstag (27. Juni) in Berlin mit den Bundestagsabgeordneten der Deutsch-Französischen Arbeitsgruppe zum Élysée-Vertrag werde es insbesondere um die Finanzierung der Infrastruktur über den Bundeshaushalt gehen, kündigte der Minister an.

Im Raum steht die Wiederbelebung zweier seit 70 Jahren stillgelegter Bahnstrecken - der zwischen Colmar, Breisach und Freiburg sowie der von Rastatt nach Hagenau. Eine Machbarkeitsstudie für die Schienenverbindung Colmar - Freiburg unter der Projektträgerschaft des französischen Staats habe ihr Anfang 2019 ein hohes Potenzial bescheinigt, so Hermann.

Für eine Machbarkeitsstudie zur Reaktivierung der Verbindung Rastatt - Hagenau hat Baden-Württemberg dem Verkehrsminister zufolge bereits finanzielle Unterstützung zugesagt. Hermann kritisierte, dass das Bundesverkehrministerium eine Ko-Finanzierung bislang ablehne, „obwohl es die Verbindung im Falle einer Elektrifizierung auf französischer Seite mit Blick auf den Bundesverkehrswegeplan (BVWP) 2030 als „wahrscheinlich gesamtwirtschaftlich sinnvoll“ bewertet“.

Hermann wünsche sich, dass der Bund bei den grenzüberschreitenden Vorhaben seiner Verantwortung für die deutsch-französische Zusammenarbeit ebenso gerecht werde, wie der Infrastrukturverantwortung für die Eisenbahnen des Bundes: „Dazu gehört eine aktive Mitwirkung und die Mitfinanzierung sowohl der Studien als auch der späteren Realisierung.“

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Erstellt:
24. Juni 2019, 07:04 Uhr

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