Herzstück des Bevölkerungsschutzes nimmt Form an

2027 soll der Neubau für Leitstelle, Rettungswache und DRK stehen. Das 40-Millionen-Euro-Projekt soll den Bevölkerungsschutz stärken.

Zahlreiche Besucherinnen und Besucher kommen zum Richtfest. Foto: LRA/Danijel Grbic

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Zahlreiche Besucherinnen und Besucher kommen zum Richtfest. Foto: LRA/Danijel Grbic

Waiblingen. „Gemeinsam für Ihre Sicherheit“: Dies war die Botschaft, die Landrat und DRK-Präsident Richard Sigel sowie DRK-Kreisgeschäftsführer Sven Knödler beim Richtfest zu dem Jahrhundertprojekt im Bevölkerungsschutz und in der Notfallversorgung in den Mittelpunkt stellten. 2027 wird der Neubau für die neue Integrierte Leitstelle Rems-Murr, die DRK-Rettungswache Waiblingen sowie die DRK-Kreisgeschäftsstelle fertiggestellt.

Als die rund 200 Gäste die künftige Fahrzeughalle der Rettungswache Waiblingen betraten, gingen die Blicke nach oben. Knapp zehn Meter wachsen die Wände des imposanten Raums in die Höhe, von dem aus ab 2027 Rettungswagen und Notarzteinsatzfahrzeuge ausrücken werden. „Mit dem Richtfest wird sichtbar, was wir mit diesem Jahrhundertprojekt erreichen wollen: eine moderne, leistungsfähige und vor allem krisensichere Infrastruktur für den Bevölkerungsschutz und die Notfallrettung. Die Integrierte Leitstelle als Herzstück der 112 und die neue DRK-Rettungswache schaffen beste Arbeitsbedingungen, mehr Ausfallsicherheit und damit eine noch verlässlichere Hilfe für die Menschen“, so Sigel. „Wir liegen im Kosten- und im Zeitplan.“ Bis Mitte 2027 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Rund 40 Millionen Euro werden investiert: 17,3 Millionen Euro in die Leitstelle sowie 22,7 Millionen in die Lehrrettungswache und Kreisgeschäftsstelle. „Dank modernster digitaler Vernetzungen mit anderen Leitstellen setzt die neue Integrierte Leitstelle Maßstäbe bei Ausfallsicherheit. Sie ermöglicht die reibungslose Zusammenarbeit bei Großschadens- und Flächenlagen. Der dreigeschossige Bau bietet auch neue Räumlichkeiten für die Arbeit des taktisch-operativen Führungsstabs der Blaulichtorganisationen“, so Sigel weiter. Es gibt zwei redundante Serverräume und im Notfall kann die Leitstelle über zwei Back-up-Systeme mehr als 150 Stunden autark betrieben werden.

Vor Ort gebündelt werden ab 2027 die Angebote des DRK-Kreisverbands, die aufgrund von Platzmangel bisher teilweise ausgelagert waren. „Zukünftig haben wir Hausnotruf, mobile Dienste, Pflege und Verwaltung zentral unter einem Dach“, so DRK-Kreisgeschäftsführer Sven Knödler. Moderne Lehrsäle, Schulungsräume, Aufenthalts- und Besprechungsbereiche sowie eine kleine Cafeteria sind geplant.

„Dieses Gebäude ist weit mehr als nur Beton, es ist ein Ort der Menschlichkeit. Hier schlägt künftig das Herz der Hilfe für die Region“, führte Bauleiterin Carmela Palinkas in ihrem Richtspruch aus. Der Spatenstich fand im Mai 2025 statt. Seither wurden 9000 Kubikmeter Erde abgetragen. Spezialtiefbau und Erdarbeiten sind abgeschlossen. Wände und Decken des Neubaus ragen in die Höhe. Zeitnah starten die Arbeiten an der Gebäudehülle. pm

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Erstellt:
26. März 2026, 17:45 Uhr

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