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Hilde-Domin-Preis für Literatur im Exil für Natascha Wodin

dpa/lsw Heidelberg. Der Hilde-Domin-Preis für Literatur im Exil der Stadt Heidelberg geht in diesem Jahr an Natascha Wodin. Die mit 15 000 Euro dotierte Auszeichnung wird alle drei Jahre vergeben. Gewürdigt werden damit Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die im Exil in Deutschland leben oder als Nachkommen mit diesem Thema in Berührung kamen, sich literarisch damit auseinandersetzten und in deutscher Sprache publizieren.

Die Autorin Natascha Wodin, aufgenommen auf der Buchmesse in Leipzig. Foto: Jan Woitas/Archivbild

Die Autorin Natascha Wodin, aufgenommen auf der Buchmesse in Leipzig. Foto: Jan Woitas/Archivbild

In der Begründung der Jury vom Freitag heißt es: „Das Werk der deutschen Autorin Natascha Wodin ist durchwirkt von Erfahrungen des Fremdseins, der Entfremdung, des Befremdens. Und es ist zugleich ein Werk, das von der Rettung durch Sprache gezeichnet ist (...). Wodin hat mit den zuletzt erschienenen Romanen in einer einfachen, klarsichtigen Sprache eine überfällige Erzählung gestiftet für das Schicksal von Millionen sowjetischer Zwangsarbeiter in Deutschland.“

Natascha Wodin, 1945 als Kind sowjetischer Zwangsarbeiter in Fürth (Bayern) geboren, wurde unter anderem bereits mit dem Hermann-Hesse-Preis, dem Brüder-Grimm-Preis und dem Adelbert-von-Chamisso-Preis ausgezeichnet. Für „Sie kam aus Mariupol“ bekam sie den Alfred-Döblin-Preis, den Preis der Leipziger Buchmesse und den August-Graf-von-Platen-Preis verliehen. Wodin lebt in Berlin und Mecklenburg.

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Erstellt:
27. September 2019, 18:42 Uhr

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