Hilfen für jene Fälle, in denen es am Nötigsten hapert
BKZ-Leser helfen Das Amt für Familie, Jugend und Bildung unterstützt mit dem Geld aus dem Fördertopf des Vereins.
Backnang. Mit einem Teil des Erlöses der Spendenaktion „BKZ-Leser helfen“ werden auch in diesem Jahr wieder Fördertöpfe bei örtlichen Hilfsinstitutionen gefüllt, damit diese in Härtefällen schnell und unbürokratisch helfen können, vor allem dann, wenn gesetzliche Regelungen nicht mehr greifen. Das Amt für Familie, Jugend und Bildung der Stadt Backnang erhält beispielsweise solch einen Fördertopf. Im Folgenden listet Sozialdezernentin Regine Wüllenweber Beispiele auf, wie ihr Amt im zurückliegenden Jahr das Fördergeld eingesetzt hat.
Kleidung Herr K. musste 2025 eine Haftstrafe verbüßen. Aufgrund seiner allgemeinen Lebensumstände war er bereits vor Haftantritt nicht mehr in der Lage, sich um grundlegende Bedürfnisse wie Essen und Kleidung zu kümmern. Nach Haftentlassung stand für ihn fest, dass er sein Leben ändern möchte, weswegen er sich hilfesuchend an das Sozialamt wandte. Da er keinerlei Hab und Gut mehr besaß, war schnelle Hilfe geboten. Durch die unbürokratische Hilfe der BKZ-Spendenmittel konnte er unter anderem mit der nötigsten Kleidung ausgestattet werden. Inzwischen ist er an die Hilfesysteme angebunden und bereits intensiv auf der Suche nach einer Arbeit.
Brille Frau S. bezieht seit vielen Jahren Rente und aufstockend Grundsicherung. Sie ist zudem seit Jahren unter anderem schwer an Parkinson erkrankt und auf einen Rollator angewiesen. Aufgrund ihrer Erkrankung kam es kurz nach der Anschaffung einer neuen Brille dazu, dass diese so beschädigt wurde, dass sie nicht mehr nutzbar war. Gemeinsam mit dem Optiker wurde dann eine Lösung gefunden, um die Brille an die besonderen Bedürfnisse von Frau S. anzupassen. Bei den Mehrkosten für die Anpassung konnte Frau S. durch die BKZ-Spendenmittel unterstützt werden. Frau S. kommt mit der neuen Brille sehr gut zurecht.
Weitere Themen
Umzugsunterstützung Herr B., ein junger Klient mit bewegter Vergangenheit, musste aufgrund gestiegener Miete seine aktuelle Wohnung aufgeben, da diese auf Dauer zu groß und trotz Berufstätigkeit zu teuer war. Um seiner (finanziellen) Situation gerecht zu werden, musste er sich in der neuen Wohnung erheblich verkleinern, weswegen die bisherigen Möbel größtenteils nicht mitgenommen werden konnten. Trotz zusätzlicher Unterstützung durch das Jobcenter war die finanzielle Belastung durch den Umzug groß. Die BKZ-Spendenmittel konnten auch hier zielgerichtet eingesetzt werden, um bei der Beschaffung eines neuen Betts und der Ausstattung der Küche zu helfen. Hierdurch konnte ein erfolgreicher Umzug ermöglicht werden, wodurch eine langfristige persönliche Stabilisierung sichergestellt werden konnte.
Barrierefreie Wohnung Frau L., eine rollstuhlgebundene Klientin, fand mit Unterstützung des allgemeinen sozialen Diensts eine günstigere Wohnung in zentraler Lage. Durch die zentrale Lage wird ihr das Einkaufen im Alltag deutlich erleichtert. Die Wohnung war jedoch nicht vollständig behindertengerecht ausgestattet. Mithilfe der BKZ-Spendenmittel konnte die Wohnung schnell und unbürokratisch mit Griffen im Sanitärbereich sowie einer Rampe für die barrierefreie Nutzung des Balkons ausgestattet werden. Frau L. ist sehr dankbar für das neue, „zentrale“ Lebensgefühl.
