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Hilfspfleger soll sechs Patienten ermordet haben

37-Jähriger spritzte Patienten laut Staatsanwaltschaft Insulin

München /AFP - Die Staatsanwaltschaft München I hat einen Hilfspfleger wegen sechsfachen Mordes angeklagt. Außerdem werfen die Ermittler dem im Februar vergangenen Jahres festgenommenen 37-jährigen Grzegorz W. Diebstahl, Raub mit Todesfolge, versuchten Mord, Betrug und gefährliche Körperverletzung vor, wie die Anklagebehörde am Montag mitteilte.

Der aus Polen stammende Mann soll die Taten bei seinen Einsätzen als Pfleger begangen haben. W. arbeitete nach Vermittlung von Agenturen in ganz Deutschland. Er spritzte seinen Patienten demnach wiederholt medizinisch nicht notwendiges Insulin, was teilweise zum Tod der Patienten führte. In anderen Fällen überlebten Patienten nur wegen umgehender ärztlicher Behandlung. Den Ermittlern zufolge durchsuchte er in den meisten Fällen die Wohnungen seiner Patienten nach Wertgegenständen und stahl sie, weshalb auch das Mordmerkmal der Habgier erfüllt sei. Der nach dem Tod eines 87-Jährigen überführte Pfleger gestand die Insulingabe, bestritt aber eine Tötungsabsicht. Die Morde soll er in Bayern, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Baden-Württemberg verübt haben.

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Erstellt:
3. April 2019, 14:20 Uhr

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