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Hochschulen starten Sommersemester und digitalen Lehrbetrieb

dpa/lsw Freiburg. Die Hochschulen im Land sind am Montag in das Sommersemester gestartet. Es wird ein rein digitales Semester werden, wie Sprecher der Hochschulen sagten. Technik soll helfen, persönliche Kontakte wegen des Coronavirus zu verringern.

Ein leerer Hörsaal in einer Universität ist zu sehen. Foto: picture alliance/dpa/Symbolbild

Ein leerer Hörsaal in einer Universität ist zu sehen. Foto: picture alliance/dpa/Symbolbild

Mit dem Ende der Semesterferien sind die Hochschulen im Land am Montag mit dem digitalen Lehrbetrieb gestartet. Wegen des Coronavirus werde das Sommersemester anders organisiert als sonst, sagten Sprecher der Hochschulen. Gelehrt und studiert werde rein digital. Persönliche Kontakte in den Hochschulen und damit das Infektionsrisiko sollten so verringert werden. In den Hochschulen sei hierfür Technik eingerichtet worden.

Dazu zählen Ministudios, in denen Dozenten ihre Vorträge filmen und zu den Studenten daheim übertragen könnten. In den Vorbereitungen habe sich diese Studienform bewährt, sagte ein Sprecher der Universität Freiburg. Weitere Studios seien in Planung.

Ursprünglich sollte das Sommersemester in den meisten Hochschulen für angewandte Wissenschaften im Land bereits am 16. März beginnen. Wegen der Corona-Krise war der Semesterstart aber auf diesen Montag verschoben worden. An den meisten Universitäten dagegen startet das Semester zeitlich wie geplant, wurde jedoch auch auf digitalen Betrieb umgestellt.

Es werde das erste Online-Semester in der Geschichte vieler Hochschulen sein, sagte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) am Montag in Heidelberg. Trotz der knappen Vorbereitungszeit seien die meisten Hochschulen gut auf diese außergewöhnliche Lage vorbereitet. „Die Prioritäten für uns sind: Es soll kein verlorenes Semester werden“, sagte die Ministerin. „Nachteile für Studierende müssen weitgehend vermieden werden. Und es soll eine Unterstützung für Studierende in Not bereitgestellt werden.“

Die ersten Erfahrungen mit dem digitalen Semester seien positiv. Wo es nicht funktioniere, werde das Land unterstützen. Zudem sei in Teilbereichen mit der Zeit auch eine schrittweise Rückkehr zum Normalen denkbar. Dies könne zum Beispiel mit kleinteiligen Lerngruppen, an Laborarbeitsplätzen sowie in Prüfungen unter den entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen geschehen.

„Die Corona-Pandemie stellt auch die Hochschulen vor große Herausforderungen, da an einen regulären Verlauf eines mit persönlicher Präsenz verbundenen Studiums im Sommersemester noch nicht zu denken ist“, sagte der hochschulpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Stephen Brauer. Hochschulen und Studenten müssten vom Land unterstützt werden, um dieses digitale Semester meistern zu können. Hier gebe es Nachholbedarf.

Ministerin Bauer kündigte einem Bericht des „Badischen Tagblatts“ zufolge Hilfe für Nicht-EU-Bürger an, die wegen der Corona-Krise die für sie geltenden Studiengebühren nicht bezahlen können. Es werde „kurzfristig ein Unterstützungsangebot“ geben, hieß es. Dieses werde noch ausgearbeitet. Seit dem Wintersemester 2017/2018 müssen Nicht-EU-Bürger in Baden-Württemberg 1500 Euro pro Semester Studiengebühren zahlen.

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Erstellt:
20. April 2020, 04:59 Uhr

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