Sebastian Hoeneß: Rückkehr nach Stuttgart mit 500 TSG-Fans

dpa/lsw Zuzenhausen. Im vergangenen März kassierte Hoffenheim eine 0:2-Niederlage beim VfB Stuttgart. Jetzt kehrt TSG-Trainer Sebastian Hoeneß erneut zurück und freut sich auf ein Derby mit Fans.

Hoffenheims Trainer Sebastian Hoeneß gibt Anweisungen. Foto: Uwe Anspach/dpa/Archiv

Hoffenheims Trainer Sebastian Hoeneß gibt Anweisungen. Foto: Uwe Anspach/dpa/Archiv

Nach zuletzt drei Heimspielen mit jeweils nicht einmal 9000 Zuschauern in Sinsheim fiebert Trainer Sebastian Hoeneß dem Bundesliga-Spiel der TSG 1899 Hoffenheim beim VfB Stuttgart entgegen. Für den 39-Jährigen geht es am Samstag (15.30 Uhr/Sky) eben auch gegen jenen Club, für den er einst in der Jugend Fußball spielte und für den sein Vater Dieter lange in verantwortlicher Position tätig war.

„Es ist lange her, aber die Erinnerungen sind schon da. Viel wichtiger ist die Tatsache, dass es für viele unserer Fans auch wichtig ist. Es ist ein Derby mit Fans, das hatten wir letztes Jahr nicht“, betonte Hoeneß am Donnerstag bei der Pressekonferenz. „25 000 werden schon dafür sorgen, dass dort eine gewisse Emotionalität spürbar ist, eine gewisse Energie. Und darauf freue ich mich. Das wird nicht spurlos an mir vorübergehen.“

Allerdings reisen nach TSG-Angaben nur 500 Anhänger mit: Die Hoffenheimer haben schwer damit zu kämpfen, dass in der Corona-Pandemie nicht mehr so viele Zuschauer wie früher kommen.

Nachdem sein Team mit dem 3:1 gegen den VfL Wolfsburg zuletzt eine schwächere Serie beendete, kann Hoeneß etwas lockerer in Stuttgart antreten. Dass der VfB wiederum nun seit fünf Spielen ohne Sieg ist, spielt für den Hoffenheimer Coach keine große Rolle. „Die Mannschaft ist gefährlich, überhaupt nicht zu unterschätzen“, sagte er. „Ich sehe da auch keine wirklich schwierige Phase oder Krise.“ Das sei „etwas Mediales“.

Auch für Pellegrino Matarazzo ist es ein Wiedersehen mit dem Ex-Club: Der VfB-Trainer war von 2017 bis 2019 bei der TSG, dabei unter anderem Assistent von Julian Nagelsmann. Sebastian Hoeneß wiederum wurde als Spieler 1999 mit Stuttgart deutscher U17-Meister.

Für den Hoffenheimer Coach leiden die Stuttgarter wie seine eigene Mannschaft derzeit etwas unter mangelnder Toreffizienz. Das Team um Torjäger Andrej Kramaric weist derzeit ein besonderes Merkmal in der Liga auf: Die elf Saisontore wurden von neun unterschiedlichen Profis erzielt. „Das spiegelt schon eine gewisse Breite wieder“, so Hoeneß.

Dem kroatischen Vizeweltmeister Kramaric gelang gegen Wolfsburg das lang erhoffte erste Saisontor. Er ist neben Christoph Baumgartner in der Offensive gesetzt. Ganz vorne spielte zuletzt nach seiner Rückkehr von einer Corona-Erkrankung der schnelle Ihlas Bebou. Aber Munas Dabbur gilt ebenfalls als ein Kandidat für Samstag. „Wir wissen um seine Qualitäten in der Box“, sagte Hoeneß. Auf die Langzeitverletzten Benjamin Hübner und Ermin Bicakcic sowie auf Havard Nordtveit (Trainingsrückstand) und Marco John (Sprunggelenkverletzung) muss er verzichten.

Kramaric hatte vergangene Saison 20 Treffer im Oberhaus erzielt. Insgesamt steht der 30-Jährige, dessen Vertrag zum Saisonende ausläuft, bei 98 Pflichtspieltoren für die TSG - die 100er Marke lockt also. Club-Rekordtorschütze ist er auch in der Bundesliga mit 83 Treffern- und gegen den VfB könnte nach „Kicker“-Angaben eine weitere Bestmarke fallen: Mit 38 Vorlagen teilt Kramaric den ersten Rang noch mit Kevin Volland (inzwischen beim AS Monaco).

© dpa-infocom, dpa:210930-99-426290/5

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Erstellt:
30. September 2021, 11:57 Uhr

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