Hoffenheims Gegner in EL: Gent, Belgrad und Liberec

dpa/lsw Nyon. Kein AC Mailand, aber Roter Stern Belgrad: Bei der TSG 1899 Hoffenheim herrschen nach der Europa-League-Auslosung gemischte Gefühle. Im dritten internationalen Anlauf will der Club die Gruppenphase überstehen.

Die TSG 1899 Hoffenheim hat in der Europa League drei Gegner aus Risikogebieten, aber sportlich lösbare Aufgaben zugelost bekommen. Die Mannschaft von Trainer Sebastian Hoeneß trifft in den Gruppenspielen auf die Belgier von KAA Gent, den serbischen Rekordmeister Roter Stern Belgrad und den FC Slovan Liberec aus Tschechien. Dies ergab die Auslosung am Freitag in Nyon.

Trainer Sebastian Hoeneß, der die TV-Übertragung zusammen mit der Mannschaft im Trainingszentrum Zuzenhausen verfolgte, machte „keinen Hehl daraus, dass wir gerne einen ganz Großen in der Gruppe gehabt hätten. Jetzt müssen wir uns den halt nach der Gruppenphase holen.“ Namhafte Gegner wie der AC Mailand, SSC Neapel oder der FC Arsenal blieben der TSG zumindest zunächst verwehrt, erklärtes Ziel ist das Überstehen der Gruppenphase. Jeweils zwei Teams kommen weiter.

Alle drei Länder, in die TSG reisen muss, werden von den Behörden als Risikogebiete ausgewiesen. Der Spielplan steht noch nicht fest, die Termine sind am 22. und 29. Oktober, am 5. und 26. November sowie am 3. und 10. Dezember. Aufgrund der Corona-Pandemie kann es aber auch zu Spielverlegungen kommen. Das Finale im polnischen Danzig (Gdansk) ist für den 26. Mai 2021 angesetzt.

Die Kraichgauer hatten sich als Tabellensechster der abgelaufenen Saison in der Fußball-Bundesliga zum dritten Mal in ihrer Vereinsgeschichte für einen internationalen Wettbewerb qualifiziert. Für den Bundesliga-Sechsten der vergangenen Saison ist es die dritte Saison auf internationalem Parkett.

Unter Trainer Julian Nagelsmann spielte die TSG 2017 schon in der Europa League, nachdem sie in der Qualifikation zur Champions League am FC Liverpool gescheitert war. Den einzigen Sieg landete Hoffenheim damals beim 3:1 gegen den türkischen Vizemeister Istanbul Basaksehir und schied nach den Gruppenspielen aus.

In der Königsklasse blieb Hoffenheim ein Jahr später in der Gruppe mit Manchester City, Olympique Lyon und Schachtjor Donezk sieglos und Letzter. „Unsere klare Hoffnung ist, dass wir in dieser Saison auch international zeigen, was wir jetzt seit vielen Jahren in der Bundesliga zeigen“, sagte Sportchef Alexander Rosen.

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Erstellt:
2. Oktober 2020, 14:00 Uhr

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