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Noch zwei Siege für den Rekord: Nagelmanns Rechnung

dpa Sinsheim/Leipzig. Jetzt kommt die Woche der Wahrheit für RB Leipzig. Zwei Siege sind notwendig, um den Rekord von 67 Zählern aus der Premieren-Saison zu überbieten. Dieses Ziel hat Nagelsmann neben der Qualifikation für die Königsklasse im Fokus. Eine Titelchance hat RB noch.

Hoffenheims Trainer Alfred Schreuder steht vor einem Spiel im Stadion. Foto: Tom Weller/dpa/Archivbild

Hoffenheims Trainer Alfred Schreuder steht vor einem Spiel im Stadion. Foto: Tom Weller/dpa/Archivbild

Zwei Siege aus drei Spielen reichen RB Leipzig, um das von Trainer Julian Nagelsmann gesetzte Ziel, „die erfolgreichste Saison der Vereinsgeschichte zu spielen“, zu verwirklichen. Den „Big Point“ auf dem Weg dahin holte er an seiner alten Wirkungsstätte mit dem 2:0 bei 1899 Hoffenheim. Nun hat RB 62 Zähler, 67 Punkte fuhr Ralph Hasenhüttl in der Premieren-Saison in der Bundesliga 2016/2017 ein, das Ziel sind deswegen nun mindestens 68. Allerdings reichte es unter Hasenhüttl für die Sachsen zur Vizemeisterschaft, derzeit sind sie Dritter.

„Wir haben in der nächsten Woche die Chance, den Einzug in die Champions League klar zu machen“, sagte Nagelsmann vor den entscheidenden Tagen mit dem Mittwochspiel (20.30 Uhr) gegen Fortuna Düsseldorf sowie am Samstag (15.30 Uhr) gegen den Tabellen-Zweiten Borussia Dortmund.

Zwei Heimsiege dürften theoretisch eine machbare Aufgabe sein, hätten die Leipziger seit Wiederaufnahme der Bundesliga-Saison nicht drei Versuche in der Red Bull-Arena mit Unentschieden in den Sand gesetzt. Daher geht es jetzt nicht mehr nur um hohes Pressing oder tollen Kombinationsfußball, sondern nur noch um Ergebnisse. „So kurz vor Saisonende musst du nicht mehr extrem glänzen, sondern deine Punkte einfahren“, sagte Kevin Kampl.

Das klappte zuletzt nur in der Fremde. Mit dem dritten Auswärtssieg in Serie und dem zehnten in der Saison baute RB den Vorsprung auf die Verfolger aus. Diese bei der TSG gezeigte Effizienz fehlte Nagelsmann in der Rückrunde. „Mit mehr Coolness und Cleverness im letzten Drittel wäre mehr drin gewesen“, sagte er am Sonntag in der Sendung „Doppelpass“ von Sport1. Diese Abgezocktheit zeigte in Sinsheim der Spanier Dani Olmo mit seinem ersten Doppelpack (9./11. Minute).

Möglich machte diesen ein gelungener Schachzug von Nagelsmann gegen das neuformierte fünfköpfige Trainerteam um TSG-Sportchef Alexander Rosen. Er hatte Olmo auf die Zehner-Position gesetzt. „Er ist ein großes Talent, ein Top-Typ, der lernen will, der die nötige Bescheidenheit hat, aber auch den Ehrgeiz und das Selbstvertrauen und auch den Mund aufmacht und sagt, er will jetzt mal spielen“, lobte der RB-Coach den spanischen Nationalspieler. „Der Sieg ist aber wichtiger, darüber freue ich mich viel mehr. Das gibt uns für die noch ausstehenden Spiele Rückenwind. Wir wollen jedes Spiel gewinnen, neun Punkte holen, und am Ende die Champions League erreichen“, sagte der 22 Jahre alte Olmo, der in der Jugend beim FC Barcelona ausgebildet wurde und im Januar von Dinamo Zagreb kam.

Nagelsmann will seinen Titel-Traum mit RB weiter aufrecht erhalten. „Es bedarf Entwicklungsarbeit. Wir gehen den Weg ganz bewusst, da müssen wir die Rückschläge mit einplanen“, sagte er. Zudem spreche er seine in der Öffentlichkeit preisgegebenen Ziele mit den Jungs auch ab, „damit sie deckungsgleich sind. Da muss man auch mit dem nötigen Gegenwind rechnen, wenn man die Ziele nicht erreicht“.

Selbst sein Langzeit-Ziel, irgendwann die Champions League zu gewinnen, ist trotz der Punktekrise mit elf Remis in der Bundesliga noch in dieser Saison möglich. Immerhin steht Leipzig im Viertelfinale der Königsklasse. Der Titel wird wahrscheinlich im August in Turnierform ausgespielt. Nagelsmann macht seine eigene Rechnung auf: „Drei Unentschieden, drei gewonnene Elfmeterschießen, schon ist der Titel da“, sagte er schmunzelnd.

Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann (l) klatscht nachdem Spiel mit Torwart Peter Gulacsi (M) und Lukas Klostermann ab. Foto: Uwe Anspach/dpa-Pool/dpa

Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann (l) klatscht nachdem Spiel mit Torwart Peter Gulacsi (M) und Lukas Klostermann ab. Foto: Uwe Anspach/dpa-Pool/dpa

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Erstellt:
12. Juni 2020, 01:30 Uhr

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