Hohe Auszeichnung für Erich Maier in Oppenweiler

Mit 85 Jahren seit 66 Jahren aktiver Sänger, langjähriger Leiter der Handballabteilung des HCOB und Gründungsmitglied einer Wandergruppe.

Im Beisein seiner Ehefrau Elfriede erhält Erich Maier die Auszeichnung Oppenweiler Axt aus den Händen des Bürgermeisters Bernhard Bühler. Foto: J. Fiedler

© Jörg Fiedler

Im Beisein seiner Ehefrau Elfriede erhält Erich Maier die Auszeichnung Oppenweiler Axt aus den Händen des Bürgermeisters Bernhard Bühler. Foto: J. Fiedler

Von Florian Muhl

Oppenweiler. Mit Stolz und großer Freude nahm Erich Maier zu Beginn der jüngsten Gemeinderatssitzung in der Gemeindehalle die Oppenweiler Axt von Bürgermeister Bernhard Bühler entgegen. Genau für solche Menschen wie Maier, die sich als Vereinsfunktionär ehrenamtlich eingebracht hätten, sei diese hohe Auszeichnung vom Gemeinderat und von der Gemeindeverwaltung ins Leben gerufen worden. „Menschen, die wie er, über Jahrzehnte hinweg Verantwortung in Vereinen übernommen haben, denen nicht nur der eigentliche Vereinszweck im Sinn war, sondern denen klar war, dass für das Gemeinschaftserlebnis für alle Mitglieder zusätzlicher Einsatz erforderlich ist“, sagte der Rathauschef. Und Bühler fügte noch an, dass Maier einer jener Menschen sei, die sogar ihre eigenen Interessen hinten angestellt hätten, wenn es darum ginge, etwas für den Verein oder dessen Mitglieder zu erreichen.

Aktuell sogar den Posten

des Interimsleiters übernommen

Dann würdigte der Verwaltungschef die Verdienste von Maier im einzelnen, wobei er von „ein paar Ausschnitten“ sprach. Erich Maier ist demnach begeisterter Wanderer und hat vor 28 Jahren die Oppenweiler Wandergruppe Top Fit mitgegründet. Seither ist er für die Finanzen verantwortlich und aktuell hat er sogar den Posten des Interimsleiters übernommen.

Der 85-Jährige ist zudem seit 1955, also inzwischen 66 Jahre, aktiver Sänger beim Liederkranz Oppenweiler. In dieser Zeit war er 44 Jahre lang Kassier und aktuell ist er immer noch Kassenprüfer. Schon seit 1998 ist er Ehrenmitglied des Vereins und wurde auch auf Verbandsebene vielfältig geehrt.

„Das würde doch eigentlich schon für zwei Funktionärskarrieren reichen, ist aber bekanntlich noch nicht genug“, sagte Bühler. Denn: „Besonders ist seine Laufbahn beim Turnverein Oppenweiler.“ Obwohl Maier selbst nie Handball gespielt hat, wurde er 1962 zum Leiter der Handballabteilung gewählt, sagte der Bürgermeister. Demnach war der Leitspruch des Geehrten: „Wenn ich es mache, dann schon richtig.“ Er hat es richtig gemacht, so Bühler. Das würden ihm viele seiner Handballfreunde immer wieder bestätigen. Das Amt des Leiters der Handballabteilung hat Maier dann 44 Jahre bis ins Jahr 2006 hinein ausgefüllt. Noch heute kümmert er sich zusammen mit seiner Tochter um den Dauerkartenverkauf. Und laut Bühler gibt es keinen HCOB-Fanbus ohne Maier.

Der Bürgermeister blickte etliche Jahre zurück. Als Maier die Abteilung übernommen habe, sei Handball vorwiegend auf dem Feld, sogar auf dem Großfeld, ein Feld der Größe eines Fußballplatzes, gespielt worden. Erst in den 1970er-Jahren habe die Hallenhandballzeit begonnen, „also das, was wir heute als Handball kennen“, so der Rathauschef. Zu der Zeit habe es dafür in Oppenweiler noch keine wirklich geeignete Halle gegeben. Selbst ein adäquates Kleinspielfeld habe gefehlt. „Es musste demnach viel bewegt werden, bis die Möglichkeiten zum modernen Handball auch hier in Oppenweiler gegeben waren“, sagte Bühler.

Gemeindehalle ist ein Stück weit

auch Erich Maier zu verdanken

Weil „seine“ Handballer und später auch „seine“ Handballerinnen in seiner Amtszeit erfolgreich waren, wie der Bürgermeister betonte, musste dann auch die Gemeinde ran. „Etwa diese Halle, unsere Gemeindehalle, haben wir deshalb ein Stück weit auch ihm zu verdanken.“ Im Murrtal habe sich Oppenweiler in der Wirkenszeit von Maier zur Handballhochburg entwickeln können. Es ging für die Männer bis in die Regionalliga, heute die 3. Liga. „Welcher Aufwand für einen Abteilungsleiter in dieser Entwicklung steckt, ist unermesslich“, sagte Bühler.

Damit noch immer nicht genug. Nur am Rande sei erwähnt, dass der Geehrte auch passionierter Angler ist und sogar Fischpächter für einen Murrabschnitt im Ort sowie den Schlosssee. Zudem war er viele Jahre bei einem Angelverein aktiv.

Abschließend sagte Bühler, dass man sich nur in diesem Maße ehrenamtlich einbringen kann, wenn das familiäre Umfeld das Engagement mitträgt und Freiräume schafft oder gewährt. „Ich weiß, dass in Wirklichkeit auch die Elfriede Maier einen ganz erheblichen Anteil am Wirken von Erich Maier hatte“, stellte der Bürgermeister fest. Sie habe ihm stets den Rücken frei gehalten und oft auch viel mehr.

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Erstellt:
17. September 2021, 11:30 Uhr

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