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Holpriger Weg auf der Suche nach Nachfolger für ZKM-Chef

dpa/lsw Karlsruhe. Auf dem Weg zu einer geordneten Nachfolge für den erfolgreichen Leiter des Karlsruher Museums ZKM holpert es. Unmut regt sich, viele wünschen sich, dass Peter Weibel bleibt. Nun wird über eine weitere Vertragsverlängerung nachgedacht.

Peter Weibel, Künstler und Direktor des Zentrums für Kunst und Medien (ZKM), bei einer Veranstaltung. Uli Deck/Archiv Foto: Uli Deck

Peter Weibel, Künstler und Direktor des Zentrums für Kunst und Medien (ZKM), bei einer Veranstaltung. Uli Deck/Archiv Foto: Uli Deck

Die Debatte um die Nachfolge von Peter Weibel, Direktor des Zentrums für Kunst und Medien (ZKM), nimmt erneut Fahrt auf. Weibel, der das Karlsruher Haus seit zwei Jahrzehnten leitet, bleibt möglicherweise doch länger im Amt als geplant. Dazu gebe es Gespräche, sagte am Montag Kunststaatssekretärin Petra Olschowski. Die eigentlich für den Herbst geplante Vorstellung seines Nachfolgers ist damit erstmal verschoben.

Olschowski begründetet den Schritt unter anderem mit der großen Unruhe, die in den letzten Wochen rund um die Nachfolgefrage entstanden sei. Sie kritisierte dabei, dass Weibel und Mitglieder des ZKM-Kuratoriums öffentlich eine Verlängerung ins Spiel gebracht hätten. „Ich sehe aber auch, dass viele Menschen sich wünschen, dass Weibel bleibt“, sagte sie. Dem wolle sie im Sinne eines geordneten Übergangs Rechnung tragen und über eine Verlängerung sprechen.

Der ZKM-Stiftungsrat hatte im März zwar mitgeteilt, dass der 75 Jahre alte Weibel das Haus noch bis zum 31. Dezember 2020 leitet. Die Stimmen für seinen Verbleib darüber hinaus wurden aber immer lauter. Er selbst hatte seine Bereitschaft dazu schon geäußert.

Kandidaten für den anspruchsvollen Posten gebe es durchaus, betonte jedoch Olschowski. Man sei mit mehreren geeigneten Personen weltweit in Gesprächen und auch schon in Gehaltsverhandlungen. Bei der momentanen Stimmung wäre es für denjenigen aber schwer, im ZKM anzufangen.

Weibel selbst äußerte sich am Montag auf Anfrage nur vorsichtig. Er freue sich über die starke Unterstützung. „Ich blicke positiv in die Zukunft und hoffe, dass wir nun die Möglichkeit haben werden, den Gestaltungsprozess für das zukünftige ZKM gemeinsam mit Stiftungsrat, Kuratorium und Vorstand anzugehen.“

Das ZKM wurde 1989 von Stadt und Land als Stiftung gegründet und 1997 eröffnet. Es widmet sich dem ganzen Spektrum von Medien und Kunst.

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Erstellt:
7. Oktober 2019, 16:37 Uhr

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