Hopp: 20 Prozent schlechter als Geisterspiele

dpa Mannheim. Geschäftsführer Daniel Hopp will die finanziellen Folgen einer Teilzulassung von Zuschauern in der SAP Arena genau abwägen. Die gemäß der Corona-Verordnung aktuell erlaubte 20-Prozent-Auslastung der Hallenkapazität sei „aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten sogar noch schlechter als Geisterspiele“, sagte Hopp dem „Mannheimer Morgen“ (Dienstag).

Luftbild, aufgenommen aus einem Flugzeug, von der SAP Arena. Foto: Uli Deck/dpa/Archivbild

Luftbild, aufgenommen aus einem Flugzeug, von der SAP Arena. Foto: Uli Deck/dpa/Archivbild

Auf die Frage, ob Handball-Bundesligist Rhein-Neckar Löwen am 11. Oktober gegen den TuSEM Essen erstmals wieder ein Heimspiel mit Zuschauern austragen könne, sagte Hopp: „Wir müssen mit all unseren Partnern noch einmal darüber sprechen - auch mit den Rhein-Neckar Löwen. Seit Monaten ist die finanzielle Belastung für die SAP Arena so groß, dass wir eigentlich keine Veranstaltung machen können, bei der wirtschaftliche Verluste von vornherein einkalkuliert sind.“

Das Hygiene-Konzept für die SAP Arena sei noch nicht freigegeben. „Bei der Landesverordnung steckt der Teufel im Detail. Es kann sein, dass wir die vollen 20 Prozent der Kapazität nutzen können, möglich sind aber auch nur 18 oder gar 15 Prozent“, sagte der 39-Jährige. Den 1,5-Meter-Abstand einzuhalten, falle bei der Bauweise der Arena zum Beispiel schwerer als in einem Fußballstadion, sagte Hopp. Er werde mit den Behörden vor Ort weitere Gespräche führen.

Diese dürften auch die Adler Mannheim, die ihre Heimpartien ebenfalls in der SAP Arena austragen und deren Gesellschafter Hopp ist, gespannt verfolgen. Bis Freitag will die Deutsche Eishockey Liga (DEL) darüber informieren, ob sie am 13. November als Saisonstart festhält.

„Wir tun im Rahmen unserer Möglichkeiten weiter alles dafür, dass wir gegen Essen zumindest mit einem Teil der Zuschauer in der SAP Arena spielen können“, sagte Löwen-Geschäftsführerin Jennifer Kettemann der Deutschen Presse-Agentur. Pläne, möglicherweise in andere Spielstätten umzuziehen, würden derzeit nicht verfolgt.

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Erstellt:
29. September 2020, 15:43 Uhr

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