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Nach 2:1 gegen Hamburg: FCH träumt vom Bundesliga-Aufstieg

dpa/lsw Heidenheim. Dank eines Last-Minute-Siegs gegen den HSV lebt der Traum des 1. FC Heidenheim vom Aufstieg in die Bundesliga. Als Tabellendritter kann der FCH am letzten Spieltag die Relegation perfekt machen. Der Trainer schaut bereits auf das Saisonfinale.

Hamburgs Beyer (3.v.r.) verursacht das Eigentor zum 1:1 gegen HSV-Torwart Julian Pollersbeck (r). Foto: Tom Weller/dpa

Hamburgs Beyer (3.v.r.) verursacht das Eigentor zum 1:1 gegen HSV-Torwart Julian Pollersbeck (r). Foto: Tom Weller/dpa

Frank Schmidt konnte sein Glück auch lange nach dem Abpfiff nur schwer beschreiben. Nach dem Last-Minute-Sieg gegen den Hamburger SV bedankte sich der Trainer des 1. FC Heidenheim zunächst mit erhobenem Daumen beim Platzwart („Christoph, super Platz!“), wenig später fasste er seine Gefühle in Worte: „Das war ein Erlebnis, das war etwas Großartiges heute“, sagte der 46-Jährige nach dem 2:1 (0:0)-Erfolg am Sonntag. Durch den späten Sieg rückte die Überraschungsmannschaft von der Ostalb vor dem letzten Spieltag auf den dritten Platz vor - und darf weiter vom erstmaligen Aufstieg in die Fußball-Bundesliga träumen.

Im Saisonfinale am kommenden Sonntag müssen die Heidenheimer beim bereits feststehenden Meister Arminia Bielefeld antreten. „Wir wissen genau, dass heute das Halbfinale war. Wir haben es jetzt in der eigenen Hand gegen den Meister, Arminia Bielefeld, die Relegation zu sichern“, sagte Schmidt. Der FCH hat nun einen Punkt Vorsprung vor dem HSV, der auf den vierten Rang zurückfiel.

Konstantin Kerschbaumer (90. Minute +5) hatte mit seinem späten Treffer für großen Jubel auf der Heidenheimer Bank gesorgt. „Das ist absoluter Wahnsinn. Jetzt ist alles möglich“, sagte Stürmer Tim Kleindienst bei Sky. Joel Pohjanpalo (46. Minute) hatte den HSV in Führung gebracht, ein Eigentor von Abwehrspieler Jordan Beyer (80.) bescherte den zwischenzeitlichen Ausgleich.

Der HSV kontrollierte über weite Strecken die Partie auf der schwäbischen Ostalb, erspielte sich aber nur wenige gute Chancen. Nach sieben Minuten wären die Gäste beinahe in Führung gegangen, nach einer Ecke von Aaron Hunt landete Gideon Jungs Kopfball am Pfosten. Nicht mal 20 Sekunden nach der Pause machte es Pohjanpalo besser. Der Finne nutzte ein Missverständnis in der FCH-Abwehr und schoss frei vor Keeper Kevin Müller ins linke Eck. Gut zehn Minuten vor Schluss hatte Beyer Pech, als er eine Flanke von Marc Schnatterer mit dem Oberschenkel ins Tor abfälschte.

Und dann schlug Kerschbaumer zu. Eine weitere Flanke des eingewechselten Schnatterer legte Stefan Schimmer klug ab, Kerschbaumer versenkte den Ball aus rund zehn Metern im linken Eck. „Das war die Moral vom 1. FC Heidenheim - wie schon seit Jahren“, sagte Schmidt.

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Erstellt:
21. Juni 2020, 17:43 Uhr

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