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Imagefilme für Bewohner des Naturparks

40 Jahre Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald – Sechs Filme sollen auf die Arbeit vor Ort aufmerksam machen

Biodiversität, Direktvermarktung, Bildung und Netzwerkpflege – alles Aufgaben des Naturparks Schwäbisch-Fränkischer Wald. Was jeden Tag im Naturpark geleistet wird, soll nun mithilfe von Kurzfilmen aufgezeigt werden.

Filmarbeiten am Ebnisee: Hier werden die barrierefreien Wanderwege im Naturpark gezeigt. Foto: Naturparkarchiv SFW

Filmarbeiten am Ebnisee: Hier werden die barrierefreien Wanderwege im Naturpark gezeigt. Foto: Naturparkarchiv SFW

Von Kristin Doberer

MURRHARDT. Seit über 40 Jahren gibt es den Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald. Etwa 1000 Projekte wurden in der Zeit gefördert, wie zum Beispiel Regionalvermarktungen, ein einheitliches Wanderleitsystem, mehrere Naturparkschulen oder inklusive Wanderwege. „Viele Leute wissen aber trotzdem nicht, was der Naturpark eigentlich macht“, sagt Lisa-Marie Funke. „Welche Ziele wir verfolgen, wie unglaublich groß unser Netzwerk ist und welche Projekte wir unterstützen, das ist nicht wirklich bekannt.“ Ein Grund für die Imagefilme. Auch wollten die Verantwortlichen mit den Filmen die Menschen im Naturparkgebiet feiern. Der Beschluss zum Dreh der Filme fiel bereits im Sommer 2018. Die konkreten Planungen, Protagonisten- und Drehortsuche und das Festlegen der Inhalte hätten viel Zeit in Anspruch genommen. „Das alles war mehr Aufwand, als wir erwartet hatten“, sagt Funke.

Mit Bewegtbild sollen mehr Emotionen geweckt werden

Die sechs Filme bestehen aus vier etwa fünf Minuten langen Kurzfilmen, einem Kinospot und einem Landschaftsfilm. Die Kurzfilme widmen sich den verschiedenen Handlungsfeldern des Naturparks und lassen dabei sowohl Mitarbeiter als auch Bewohner des Parks zu Wort kommen. Ein Kurzfilm beschreibt die Organisation, die hinter dem Schwäbisch-Fränkischen Naturpark steht, ein weiterer nimmt die Direktvermarktung in den Blick. Hier melden sich Landwirte mit eigener Nahrungsmittelproduktion und Hofläden zu Wort. Beim Thema Biodiversität nehmen ein Förster und eine Gärtnerin den Zuschauer mit in die Wälder und auf die Wiesen des Naturparks. Beim Thema Bildung befasst sich der Kurzfilm zum einen mit den Naturparkschulen im Gebiet, zum anderen geht es um die Naturparkführer, die regelmäßig Touren durch den Naturpark für Gruppen anbieten.

Das Ergebnis nach etwa einem Jahr Planen, Filmen und Schneiden wurde den Mitgliedern des Naturparks und den Protagonisten im Murrhardter Kino vorgestellt. Bei frischem Popcorn und Häppchen wurden die Filme vor dem kleinen Publikum gezeigt. Diese waren nach der Präsentation zufrieden – wenn auch nicht immer mit ihrem eigenen Auftritt. „Mir ist das Filmen furchtbar schwergefallen“, erklärt Förster Manfred Rehm. „Aber es ist etwas Schönes dabei rausgekommen und ich war gern ein Teil des Ganzen.“

Die Protagonisten sind laut Funke genau die Menschen, die das Thema Naturpark täglich leben. „Wir wollen die Menschen, die hier leben, wertschätzen.“ Auch die Filmemacher der Produktionsfirma Langsommer aus Lörrach kamen zu Wort: „Wir waren sehr beeindruckt“, sagt Maurice Kubitschek. „Egal wo wir waren, überall waren die Leute stolz auf den Naturpark. Alle waren mit so viel Herzblut und Leidenschaft dabei.“ Bemerkenswert sei für die Filmemacher auch gewesen, dass keiner der Befragten ein Skript benötigt hat. Alle Beteiligten hätten ganz frei aus dem Herzen gesprochen. Für sie wäre das eine Überraschung gewesen.

Neben den sechs Filmen über den Naturpark wurde noch ein weiterer Film gezeigt, der von der Fremdenverkehrsgemeinschaft Schwäbischer Wald beauftragt wurde und ebenfalls von der Firma Langsommer produziert wurde. Anders als bei den Filmen für den Naturpark lag hier der Fokus auf dem Aspekt Tourismus. „Das waren ganz unterschiedliche Aufträge“, erklärt Kubitschek auf Nachfrage. „Der Naturpark soll Ruhe aufzeigen und Entschleunigung. Deshalb sind die Imagefilme langsamer als der Werbefilm.“ Das sei für Langsommer eine Herausforderung gewesen, da sie bisher nur im Werbebereich tätig gewesen seien.

Was passiert nun mit den Imagefilmen? „Die Filme gehen jetzt an die Beteiligten, an unsere Mitglieder und unser Netzwerk, an die Naturparkschulen, Gastronomen sowie alle 48 Partnergemeinden“, erklärt Bernhard Drixler, Geschäftsführer des Naturparks. Finanziert wurden die Filme vor allem mit Fördergeldern der Europäischen Union und der Glücksspirale von Lotto. Dadurch musste der Naturpark nur etwa 20 Prozent der Kosten übernehmen.

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Erstellt:
13. März 2020, 11:30 Uhr

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