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Immer mehr Fälle von Kindesmissbrauch verzeichnet

dpa/lsw Berlin/Stuttgart. Die Zahl der Fälle von Kindesmissbrauch im Südwesten ist im vergangenen Jahr fast um ein Fünftel gestiegen: 1530 Fälle von sexuellen Übergriffen wurden registriert - das ist ein Anstieg um 18 Prozent. Auch beim Missbrauch Jugendlicher gab es eine leichte Steigerung auf 88 Fälle. Das geht aus einer Auswertung der Polizeilichen Kriminalstatistik zu kindlichen Gewaltopfern hervor, die am Montag in Berlin unter anderem von der Deutschen Kinderhilfe vorgestellt wurde. Eine Explosion der Fälle ist bei der Kinderpornografie zu verzeichnen, von 2017 noch 624 auf 1434 Fälle im vergangenen Jahr. Als Fall wird in der Polizeilichen Kriminalstatistik in der Regel jede bei Ermittlungen bekanntgewordene rechtswidrige Handlung bezeichnet.

Schatten von Händen einer erwachsenen Person und dem Kopf eines Kindes an einer Wand. Foto: Patrick Pleul/zb/dpa/Symbolbild

Schatten von Händen einer erwachsenen Person und dem Kopf eines Kindes an einer Wand. Foto: Patrick Pleul/zb/dpa/Symbolbild

Die hohen Zahlen bedeuten nach Angaben des Bundeskriminalamts indes nicht zwangsläufig einen Zuwachs an Vergehen. Vielmehr gebe es inzwischen deutlich mehr Hinweise, etwa von einer Organisation in den USA, die vermisste Kinder auffinden und Missbrauch aufdecken will.

Im Ländervergleich schnitt Baden-Württemberg bezogen auf die Missbrauchsfälle pro 100 000 Einwohner mit am besten ab. Es kamen 14 Fälle auf 100 000 Einwohner - in Thüringen etwa lag die Zahl bei 27.

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Erstellt:
11. Mai 2020, 15:43 Uhr

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