Innenminister: Straftaten gegen Frauen besser erfassen

dpa Rust. Die Innenminister von Bund und Ländern wollen Gewalt gegen Frauen verstärkt bekämpfen. Diese Straftaten müssten „aus dem Dunkelfeld“ herausgeholt werden, sagte der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Thomas Strobl (CDU), am Freitag im badischen Rust. „Scham ist keine Lösung. Sie hilft nur den Tätern, die dann ungeschoren davonkommen“, erklärte der CDU-Politiker zum Abschluss des Treffens der Minister. Deswegen wolle man frauenfeindliche Straftaten in den Polizeistatistiken genauer erfassen.

Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl spricht in Lahr. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa/archivbild

Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl spricht in Lahr. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa/archivbild

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) begrüßte diese Ankündigung. „Auch das Dunkelfeld – gerade bei Gewalt in Paarbeziehungen – muss deutlich stärker ausgeleuchtet werden.“ Mit genaueren Daten sei es möglich, Präventionsstrategien weiterentwickeln und für eine effektive Strafverfolgung zu sorgen.

© dpa-infocom, dpa:210618-99-47656/2

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Erstellt:
18. Juni 2021, 13:15 Uhr

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