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Interimsgruppe in der Schule möglich

Gemeinderat Oppenweiler beschließt den Bedarfsplan zur Kinderbetreuung 2020/21. Viele Geburten machen die Planung schwierig.

Wegen steigender Geburtenzahlen muss die Gemeinde Oppenweiler ihren Kindergarten-Bedarfsplan für die nächsten Jahre überarbeiten.Foto: A. Becher

© Pressefotografie Alexander Becher

Wegen steigender Geburtenzahlen muss die Gemeinde Oppenweiler ihren Kindergarten-Bedarfsplan für die nächsten Jahre überarbeiten.Foto: A. Becher

Von Lorena Greppo

OPPENWEILER. Sehr viele freudige Ereignisse habe es in Oppenweiler 2019 gegeben, merkt Cornelia Köhnlein-Bass, die Leiterin der Kinderbetreuungseinrichtungen, mit einem Schmunzeln an. 60 Geburten – das war ein Höchststand der vergangenen Jahre. Dieser Sachverhalt beeinflusst maßgeblich die Planung des Betreuungsbedarfs in der Gemeinde, die Köhnlein-Bass für 2020/21 in der jüngsten Gemeinderatssitzung vorstellte. „Das sprengt den Rahmen, den wir bisher gehabt haben“, sagte sie im Hinblick auf die Geburten. Spätestens 2022 werde man in Oppenweiler allergrößten Bedarf einer neuen Gruppe haben. Immerhin, brachte Bürgermeister Bernhard Bühler vor, wenn der Kindergarten Burgblick in den Neubau umgezogen ist, stehen in der Murrtalschule wieder Räume zur Verfügung. Diese würden für die Einrichtung einer Interimsgruppe bereitgehalten.

Im U-3-Bereich bietet die Gemeinde 20 Krippenplätze sowie zehn Plätze in einer betreuten Spielgruppe. Der Bedarf lasse sich nur schwer einschätzen. Die Bedarfsabfragen, die mit den Glückwünschen zur Geburt verschickt werden, kämen nur vereinzelt zurück. Derzeit sei die Zahl der Kita-Plätze ausreichend, da die Betreuung nur für etwa ein Viertel der Kinder in diesem Alter in Anspruch genommen wird. Allerdings wird die Zahl der Kinder in besagtem Alter zunehmen. Im September dieses Jahres sind es aller Voraussicht nach 104 Kinder, im Januar kommenden Jahres 108 und im März 2021 sind es wohl 110 Kinder. „Auf Dauer müssen wir uns was überlegen“, mahnte Köhnlein-Bass an. Interimsmäßig gebe es die Möglichkeit, in der Kita am Schlossgarten eine zusätzliche Kleingruppe einzurichten. Dort ist auch ein Ganztagsbetrieb möglich, allerdings nehme bislang niemand diesen in Anspruch.

Im Ü-3-Bereich werde die Gemeinde dem steigenden Bedarf an Betreuungsplätzen gerecht, sagte Köhnlein-Bass. „Durch die vierte Gruppe im Kindergarten Burgblick sind wir gut aufgestellt.“ Der geltende Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz ab dem dritten Geburtstag werde von den Eltern in Oppenweiler zu 95 Prozent wahrgenommen. Da auch während des laufenden Jahres Kinder angenommen werden, steige die Belegung der freien Plätze an. Insofern seien von den derzeit 169 Kindern im entsprechenden Alter 141 in Betreuungseinrichtungen untergebracht. Für den Start des neuen Kindergartenjahrs im September rechnet die Leiterin der Kinderbetreuungseinrichtungen mit 134 Kindern – das sind sieben mehr als im Vorjahr. 124 von ihnen seien schon angemeldet. Bis zum Juli 2021 steigt die Zahl der Kinder mit Anspruch auf einen Betreuungsplatz wohl auf 171. Wenn die Inanspruchnahme weiterhin bei 95 Prozent bleibt, würden alle Kinder versorgt. Für das Kindergartenjahr 2021/22 gibt es in Oppenweiler nach heutigem Stand 188 Kinder zwischen drei und sechs Jahren. „Selbst mit der vierten Gruppe im neuen Kindergarten Burgblick können wir nicht allen Kindern einen Betreuungsplatz anbieten“, heißt es im Bedarfsplan. „Da die Geburtenzahlen steigen und mit Zuzügen zu rechnen ist, sollte in der Grundschule der Raumbedarf von einer Gruppe bereitgehalten werden.“ Die Interimslösung in der evangelischen Kita Steinfeld werde mit dem Umzug in die neue Kita Burgblick eingestellt.

Die Elternbeiträge sollen wie üblich gemäß der Empfehlung des Städte- und Gemeindetags, der Kirchenleitungen und der kirchlichen Fachverbände im Land angepasst werden. Köhnlein-Bass regte an, hierzu einen grundsätzlichen Beschluss zu fassen. Vorerst wurde jedoch allein der Bedarfsplan für 2020/21 vom Gemeinderat einstimmig beschlossen.

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Erstellt:
3. Juli 2020, 16:00 Uhr

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