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Investitionen mit sportlichem Anspruch

Althütte nimmt im kommenden Jahr für neuen Wohnraum, Kindergärten, Schulen und Breitbandausbau viel Geld in die Hand

Sportlich sei das Investitionspaket, bemerkte Bürgermeister Reinhold Sczuka im Hinblick auf die über 3,5 Millionen Euro, die die Gemeinde im kommenden Jahr investieren will. Kräftig zu Buche schlagen die Erschließung zweier neuer Baugebiete, Investitionen in Kindergärten und Schulen, die Abwasserbeseitigung und der Breitbandausbau sowie neue Fahrzeuge für den Bauhof und auch für die freiwillige Feuerwehr.

Schlägt im kommenden Jahr mit einer Viertel Million Euro zu Buche: Die Restfinanzierung für den Anbau des evangelischen Kindergartens. Foto: A. Becher

© Pressefotografie Alexander Beche

Schlägt im kommenden Jahr mit einer Viertel Million Euro zu Buche: Die Restfinanzierung für den Anbau des evangelischen Kindergartens. Foto: A. Becher

Von Annette Hohnerlein

ALTHÜTTE. Der Entwurf von Kämmerer Rainer Hillmann für das Investitionsprogramm der Jahre 2020 bis 2023 wurde den Althütter Gemeinderäten in dieser Woche vorgestellt. Darin werden auch Auswirkungen des neuen kommunalen Haushalts- und Rechnungswesens deutlich, das Althütte ab dem kommenden Jahr einführt. So können zum Beispiel bestimmte Straßensanierungen nicht mehr wie bisher als Investitionen klassifiziert und damit auf mehrere Jahre verteilt werden, wie Sczuka erläuterte.

Ein großer Posten ist die Anschaffung von Fahrzeugen für die Feuerwehr; hier sind 290000 Euro im kommenden und weitere 125000 Euro im übernächsten Jahr eingeplant.

Die Sanierung des Rathausvorplatzes ist für 2020 mit 80000 Euro angesetzt. Für bestimmte Räume im Verwaltungssitz sollen außerdem Klimaanlagen angeschafft werden. Im Sommer herrschten teilweise Temperaturen von über 30 Grad und damit eigentlich unzumutbare Arbeitsbedingungen, führte der Bürgermeister aus. Kostenpunkt dieser Maßnahme: 30000 Euro.

Erstellung eines Bedarfsplans für den Bauhof wird angeregt

Beim Bauhof stehen in den kommenden vier Jahren Neuanschaffungen von Geräten und Fahrzeugen an, die sich auf insgesamt 230000 Euro summieren. Dazu kommt 2020 der Bau einer Kalthalle für Fahrzeuge und einer Einfriedung für zusammen 70000 Euro sowie 2023 der Anschluss an das Nahwärmenetz mit 45000 Euro. In diesem Zusammenhang regte Gabriele Gabel vom Forum Althütte 2000 die Erstellung eines Bedarfsplans für den Bauhof an, ähnlich wie der Feuerwehrbedarfsplan im vergangenen Jahr.

Die Restfinanzierung für den Anbau an den evangelischen Kindergarten in Althütte wurde für 2020 mit 250000 Euro angesetzt. Eine nennenswerte Summe wird auch die Umgestaltung des Heimatmuseums am Rathausplatz 3 verschlingen. Mit einmal 100000 und einmal 350000 Euro soll in den beiden kommenden Jahren das Erdgeschoss des denkmalgeschützten Gebäudes umgebaut und für das Heimatmuseum barrierefrei nutzbar gemacht werden. Hierzu soll es im Dezember eine Veranstaltung zur Bürgerbeteiligung geben.

Auch in die Sanierung der Grundschulen wird investiert, 70000 und 20000 Euro in den beiden kommenden Jahren. Beim Kindergarten Sechselberger Nestle sind Baumaßnahmen wie eine Fassadenrenovierung und ein neuer Fußboden sowie die Umrüstung auf LED-Lampen geplant, die 2020 und 2021 zusammen 85000 Euro ausmachen.

Zwei neue Baugebiete, „Schillerstraße“ und „Buchenwäldle“, werden im kommenden Jahr erschlossen. Dafür fallen Kosten von insgesamt 823000 Euro an. „Teuer, aber sinnvoll und richtig“, so der Kommentar des Bürgermeisters. Die längerfristigen Investitionen in die Abwasserbeseitigung belasten die Gemeindekasse auch in den nächsten Jahren, allerdings werden die Summen von Jahr zu Jahr geringer ausfallen. Für 2020 sind insgesamt 581000 Euro, 2023 noch 45000 Euro veranschlagt.

„Die Beschwerden häufen sich; der Hallenboden ist rutschig“

Auch bei der Sporthalle in Althütte muss etwas getan werden. „Die Beschwerden häufen sich; der Hallenboden ist rutschig“, berichtete Sczuka. Hier kommen Sanierungskosten von 50000 Euro (2020) und 100000 Euro (2021) auf die Gemeinde zu. Der TSV Althütte bekommt 2020 für eine Zaunanlage am Sportplatz einen Investitionskostenzuschuss von 50000 Euro.

Große Summen fließen auch in den Breitbandausbau, 2,3 Millionen Euro, verteilt auf die kommenden vier Jahre. Allerdings verbleiben für Althütte nach Abzug der Zuschüsse von Bund und Land noch 400000 Euro, teilte Sczuka mit. Für die Sanierung der Halle in Sechselberg will die Gemeinde im nächsten Jahr 60000 Euro in die Hand nehmen, genauso viel werden für die Planungskosten für den neuen Lebensmittelmarkt veranschlagt. Die Erneuerung von Spielplätzen und die Gestaltung des Friedhofs schlagen mit jeweils 30000 Euro zu Buche, die Verlegung der Schulstraße mit insgesamt 300000 Euro und ein neuer Gehweg in Lutzenberg mit 50000 Euro. Für den barrierefreien Umbau von Bushaltestellen wird 2020 ein Betrag von 15000 Euro eingeplant, für die drei folgenden Jahre jeweils 60000 Euro, wobei mit Zuschüssen in Höhe von insgesamt 90000 Euro gerechnet werden kann.

In der Summe sieht der Plan für 2020 investive Ausgaben in Höhe von rund 3,5 Millionen Euro und konsumtive Ausgaben von gut 400000 Euro vor.

Am Ende wurde das Investitionsprogramm in der vorgeschlagenen Form vom Gemeinderat angenommen, allerdings mit den Gegenstimmen des Forums Althütte 2000 und einer Enthaltung.

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Erstellt:
22. November 2019, 06:00 Uhr

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