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Investitionen schmälern W&W-Gewinn

Finanzkonzern baut neue digitale Geschäftsmodelle aus

kornwestheim Die Investitionen in digitale Geschäftsmodelle schmälern weiterhin den Gewinn beim Finanzkonzern Wüstenrot & Württembergische (W&W). Der Konzern mit etwa 6500 Beschäftigten zieht in einem schwierigen Gesamtumfeld dennoch ein positives Fazit des Geschäftsjahres 2018. „Wir sind deutlich dynamischer geworden und insgesamt gut unterwegs“, sagte Konzernchef Jürgen Junker. Man blicke auf ein solides Jahr in einem herausfordernden Umfeld zurück. Zwar verdiente der Finanzkonzern unter dem Strich 215,2 Millionen Euro und damit 17 Prozent weniger als im Vorjahr, man liege aber über der erwarteten Zielmarke von 200 Millionen Euro, so Junker.

Der Vorstandschef begründete das im Vergleich zu 2017 schlechtere Ergebnis im Kern mit Investitionen in die Digitalisierung und mit der weiteren Verbesserung interner Prozesse und Systeme. Den Ertragsrückgang habe man deshalb bewusst in Kauf genommen. Die Investitionen in digitale Geschäftsmodelle betrugen 2018 rund 100 Millionen Euro.

Die Erweiterung des Vertriebs über digitale Medien schreite voran. „Die Richtung stimmt“, so der Vorstandschef. Für das laufende Jahr rechnet W&W mit einem Überschuss über dem Vorjahr. Der Konzern baute seine Digitalmarke Adam Riese weiter aus. Seit Gründung der Marke Ende 2017 bis Ende 2018 seien online mehr als 30 000 Kunden beispielsweise für eine Haftpflicht- oder Rechtsschutzversicherung oder eine Hausratversicherung gewonnen worden. Weitere 20 000 Kunden seien dieses Jahr bis Ende März hinzugekommen.

Den größten Gewinnbeitrag lieferte der Bereich Schaden- und Unfallversicherung. Hier stiegen die gebuchten Bruttobeiträge um 5,5 Prozent auf 1,85 Milliarden Euro. Im Bereich der Personenversicherung legten die Bruttobeiträge um 4,5 Prozent auf 2,22 Milliarden Euro zu. Das Bauspargeschäft war weiterhin von den niedrigen Zinsen geprägt. Das Netto-Neugeschäft von Wüstenrot, also die Verträge, die unterzeichnet wurden und bei denen Kunden bereits eingezahlt haben, sank um 0,9 Prozent auf 11,4 Milliarden Euro. Wüstenrot ist nach eigenen Angaben hinter Schwäbisch Hall die zweitgrößte Bausparkasse in Deutschland. Die Baufinanzierung legte um 14 Prozent auf 5,5 Milliarden Euro zu.

W&W hält die Dividende stabil. Der Konzern will erneut 65 Cent je Anteilsschein an die Aktionäre ausschütten.

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Erstellt:
3. April 2019, 14:18 Uhr

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