Ellwangen

Jäger nach Drohung gegen Flüchtlingsunterkunft wieder frei

Ein Jäger aus Crailsheim soll eine Bluttat in einer Flüchtlingsunterkunft geplant haben. Wenige Wochen nach seiner Festnahme ist er wieder auf freiem Fuß.

Die LEA in Ellwangen (Archivbild).

© Stefan Puchner/dpa/Stefan Puchner

Die LEA in Ellwangen (Archivbild).

Von red/dpa/lsw

Ein 27-jähriger Jäger, der gedroht haben soll, in der Landeserstaufnahmestelle (LEA) in Ellwangen möglichst viele Menschen zu töten, ist einen Tag vor Weihnachten aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Der Mann aus Crailsheim (Kreis Schwäbisch Hall) sei gegen Kaution und unter Auflagen wieder auf freiem Fuß, bestätigte die Staatsanwaltschaft Stuttgart auf Anfrage. Zu den Auflagen zählt unter anderem der Verzicht auf seinen Jagd- und Waffenschein. Zuvor hatte die „Südwest Presse“ berichtet.

Der Deutsche war Anfang November festgenommen worden. Ihm wird die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat zur Last gelegt. Bei einer Durchsuchung seiner Wohnung fanden Ermittler fünf Schusswaffen, mehrere Messer sowie eine größere Menge Munition. Als Inhaber eines Jagdscheins soll er diese Waffen legal besessen haben.

Der Beschuldigte ist laut Staatsanwaltschaft bislang nicht vorbestraft. Die Ermittlungen dauern trotz der Freilassung an. Der Haftbefehl gelte noch, sagte eine Sprecherin der Anklagebehörde. Er sei unter Auflagen außer Vollzug gesetzt worden. Die Fluchtgefahr sei durch die Kaution und Auflagen minimiert.

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Erstellt:
26. Januar 2026, 12:38 Uhr

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