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Jawort am See mit Blick aufs Schloss

Eheschließung in idyllischer Umgebung: Gemeinde Auenwald bietet einen weiteren Trauungsort unter freiem Himmel an

Einen idyllischeren Ort für einen der schönsten Momente im Leben kann man sich kaum vorstellen. Auenwald bietet den Brühlsee als weitere sogenannte Eventlocation für Eheschließungen an – mit Blick auf das Wahrzeichen der Gemeinde, das Schloss Ebersberg. Selbst die Anfahrt mit der Kutsche ist möglich. Der Hechtclub Auenwald hat sein Einverständnis erteilt.

Idylle pur: Standesbeamter Roland Schmidt hat den Brühlsee und das Schloss Ebersberg hinter und das Brautpaar (Szene gestellt) vor sich. Foto: F. Muhl

Idylle pur: Standesbeamter Roland Schmidt hat den Brühlsee und das Schloss Ebersberg hinter und das Brautpaar (Szene gestellt) vor sich. Foto: F. Muhl

Von Florian Muhl

AUENWALD. „Hier ist’s doch richtig romantisch. Die Vögel zwitschern, Frösche quaken manchmal, es gibt Fische, hin und wieder fliegen Enten oder ein Fischreiher über den Weiher, und das alles mitten im Grünen unter freiem Himmel“, schwärmt Sonja Kugler-Wiedmann. „Wir sind eine Gemeinde mit Charme, und diesen Charme sieht man hier“, so die Hauptstandesbeamtin weiter.

„Wir wurden des Öfteren gefragt, ob es nicht zu unserem Trauzimmer in der Ratsscheuer in Unterbrüden eine schöne Alternative im Freien geben würde“, sagt Kugler-Wiedmann. Zwar stehe auch das Schloss Ebersberg zur Verfügung, aber zeitlich sehr begrenzt, nur an zwei Donnerstagen pro Jahr. So begab sich die Standesbeamtin auf die Suche und fand rasch den Brühlsee als doch sehr geeigneten Ort. Allerdings waren zunächst einige Hürden zu überwinden. Zuvorderst war der Hausherr zu fragen. Der Hechtclub Auenwald musste seine Zustimmung geben, denn er ist dort zu Hause und in wenigen Wochen wird dem Verein das Gelände auch gehören. Alles, was dort steht und wächst, inklusive Weiher, haben einst Vereinsmitglieder mit viel Fleiß und Schweiß geschaffen.

„Das war kein großes Problem“, sagt Vereinsvorsitzender Dieter Herold. „Wir haben über das Ansinnen in einer Ausschusssitzung beraten und haben beschlossen, der Gemeinde entgegenzukommen. Wir wollen ja hin und wieder auch was von der Gemeinde. Das ist ein Geben und Nehmen.“ Aber es gab auch andere Aspekte, die berücksichtigt werden mussten. „Für einen Trauungsort unter freiem Himmel gelten strenge Anforderungen. Insbesondere muss sichergestellt sein, dass die Amtshandlung ungestört verlaufen kann und dass die Datensicherheit eingehalten wird. Das heißt, dass ungebetene Gäste keine Chance haben dürfen, das Geschehen zu verfolgen“, sagt Ordnungsamtsleiter Roland Schmidt, der auch Standesbeamter der Gemeinde Auenwald ist. Aber all das ist zum Glück bereits beim Brühlsee gegeben. Sträucher, Hecken und Bäume sind bereits so hoch und dicht, dass niemand von außen das Gelände einsehen kann.

Alle Hürden sind genommen, jetzt können Paare kommen. Die erste Trauung hat bereits am Brühlsee stattgefunden. Das war im Mai. Ein Versuchsballon. „Das Brautpaar und auch die rund 40 Hochzeitsgäste waren sehr zufrieden“, bekräftigt Kugler-Wiedmann. Was beispielsweise die Anzahl der Stühle anbelangt, geht die Gemeinde natürlich auf die Wünsche der Eheleute in spe ein. Das alles wird im Vorgespräch geklärt. Nur einen Wunsch können die Mitarbeiter im Rathaus nicht erfüllen: Sie können keine Garantie für gutes Wetter geben. Bei Regen muss die Feier in die Ratsscheuer in Unterbrüden verlegt werden. Dafür dürfen Braut und Bräutigam wünschen, von wem sie getraut werden wollen. Neben den Standesbeamten Sonja Kugler-Wiedmann und Roland Schmidt stehen auch noch die Eheschließungsstandesbeamten Bürgermeister Karl Ostfalk und der ehemalige Hauptamtsleiter Waldemar Fuderer zur Verfügung. Auf einen weiteren Vorteil des Brühlsees macht Schmidt aufmerksam: „Sie kommen hier barrierefrei bis an den See heran, müssen nur etwas Wiese überwinden.“

Brautpaare, die doch das Schloss Ebersberg bevorzugen, haben auch die Möglichkeit, die Räumlichkeiten für zwei oder drei Tage zu mieten, um Übernachtungsgäste unterzubringen. In dem Fall müssten sie sich an den Träger, die Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg, wenden. Ein Standesbeamter der Gemeinde kommt auf Anfrage gerne dazu.

Info
Termine und Kosten

Am Brühlsee können sich Brautpaare von Mai bis September wochentags, auch samstags (nach Absprache), trauen lassen. Die Hochzeitsgesellschaft sollte das Gelände bis gegen 15 Uhr wieder verlassen haben.

Auf Schloss Ebersberg stehen pro Jahr jeweils zwei Donnerstage für die Eheschließung zur Verfügung. Der Termin am 12. September ist noch frei.

Für den Mehraufwand für Trauungen unter freiem Himmel am Brühlsee sowie auf Schloss Ebersberg verlangt die Gemeinde eine zusätzliche Gebühr von 150 Euro.

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Erstellt:
3. August 2019, 06:00 Uhr

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