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Jazztrompeter Herbert Joos gestorben

dpa/lsw Baden-Baden. Der Jazztrompeter Herbert Joos ist tot. Er starb am frühen Samstagmorgen im Alter von 79 Jahren nach schwerer Krankheit in einer Baden-Badener Klinik, wie der Komponist und Jazzmusiker Bernd Konrad am Montag sagte. Konrad hatte jahrzehntelang mit Joos musiziert und mit ihm auch eine eigene Band. „Er war ein toller Kollege mit einem ganz wunderbaren samtenen Ton in seinem Trompetenspiel“, sagte Konrad. Am Wochenende hatten mehrere Medien vom Tod des Musikers berichtet.

Der Jazzmusiker Herbert Joos, aufgenommen mit seiner Trompete in seiner Wohnung. Foto: Bernd Weissbrod/dpa/Archiv

Der Jazzmusiker Herbert Joos, aufgenommen mit seiner Trompete in seiner Wohnung. Foto: Bernd Weissbrod/dpa/Archiv

Kulturstaatssekretärin Petra Olschowski würdigte Joos als eindrucksvollen und faszinierenden Musiker mit Strahlkraft weit über Baden-Württemberg hinaus. „Herbert Joos kultivierte seinen eigenen Ton und entfaltete zugleich Klanggemälde, die so dicht, geheimnisvoll, manchmal kraftvoll, dann wieder mehrschichtig waren wie bei kaum einem anderen Musiker“, sagte sie am Montag. Man werde den Musiker sehr vermissen.

Joos wurde in Karlsruhe geboren, studierte dort später auch Kontrabass an der Hochschule für Musik und erhielt Trompetenunterricht. Er spielte die meisten Blechblasinstrumente. Mitte der 1960er-Jahre schloss er sich dem „Modern Jazz Quintett Karlsruhe“ an. Erste Solo-Aufnahmen folgten, sie tragen Titel wie „The Philosophy of the Flügelhorn“. Große Anerkennung erfuhr Joos im legendären „Vienna Art Orchestra“, dessen Mitglied er drei Jahrzehnte lang war. Auch als Zeichner hatte er sich einen Namen gemacht. Anfang 2017 erhielt er den Landesjazzpreis für sein Lebenswerk.

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Erstellt:
9. Dezember 2019, 12:39 Uhr

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