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Jeder vierte Job hängt am Export

In diesen Tagen entscheidet sich, ob die Handelskonflikte zwischen China und den USA sowie zwischen den USA und der EU beigelegt werden oder eskalieren. Unsere Grafikseite informiert über die Bedeutung des Welthandels sowie zentrale Baustellen.

Die Achillesferse der deutschen Wirtschaft ist der Außenhandel. Zwölf Millionen Jobs hängen hierzulande direkt oder indirekt von der Exportwirtschaft ab – das ist jeder vierte Arbeitsplatz. Wie abhängig die deutsche Volkswirtschaft vom Export ist, lässt sich auch an diesen Zahlen erkennen: Im Schnitt wurden im Jahr 2018 je Einwohner Waren für 15 876 Euro exportiert, in den USA liegt dieser Wert bei gut 4200 Euro.

Doch jetzt hängen dunkle Wolken über dem deutschen Außenhandel. Die Weltwirtschaft kühlt sich ab. Vor allem belasten zwei Handelskonflikte das deutsche Exportgeschäft. Die USA haben massiv Strafzölle gegen Importe aus China verhängt. Beide Seiten reden zwar miteinander, beigelegt ist der Konflikt aber nicht. Der deutsche Exporterfolg hing in den vergangenen Jahren symbiotisch am Wachstum in China. Wenn die Konjunktur in China nachlässt, spüren dies die deutschen Exporteure direkt.

Hinzu kommt der schwelende Handelskonflikt zwischen der EU und den USA. Die USA haben bereits Strafzölle gegen Stahl und Aluminium aus Europa verhängt, zudem drohen Strafzölle gegen Autos sowie landwirtschaftliche Produkte wie Olivenöl und Wein.

Über den Abschluss von Handelsabkommen versuchen die Wirtschaftsnationen untereinander, Zölle, abweichende Normen und andere Barrieren zu beseitigen. In Europa ist der Abschluss von Handelsverträgen Sache der Kommission, Deutschland und die anderen Länder haben ihre Kompetenzen hier komplett an Brüssel abgegeben. Um den Zollstreit mit den USA zu beenden, will die Kommission mit den USA ein begrenztes Zollabkommen schließen, das Zölle auf Industrieprodukte weitgehend abschafft. Doch die Gespräche sind schwierig. Die USA wollen auch über Agrarprodukte reden, die EU ist dazu wegen des Widerstands aus Frankreich nicht bereit.

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Erstellt:
13. April 2019, 03:14 Uhr

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