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Jesidin Nadia Murad erhält Friedensnobelpreis

Jesidin Nadia Murad erhält Friedensnobelpreis

Im August 2014 war Nadia Murad (links) im Irak von Terroristen des IS verschleppt worden. Die Jesidin wurde gefangen gehalten und brutal missbraucht. Im Jahr 2015 kam sie über ein Hilfsprogramm nach Baden-Württemberg und setzt sich inzwischen als UN-Sonderbotschafterin für die Opfer von Versklavung und Menschenhandel ein. Zusammen mit dem kongolesischen Arzt Denis Mukwege, der in seiner Klinik Vergewaltigungsopfer versorgt, wurde sie am Montag mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

Murad erklärte in ihrer Dankesrede in Oslo, sie wolle kein Mitgefühl. Stattdessen wolle sie diese Gefühle in konkretes Handeln vor Ort umwandeln. „Die einzige Auszeichnung, die unsere Würde wiederherstellen kann, ist die Gerechtigkeit und die strafrechtliche Verfolgung von Kriminellen“, sagte sie.

Murads Gast war Ministerpräsident Winfried Kretschmann (re. oben). Murad und andere der rund 1000 Frauen aus dem Sonderkontingent hätten in Oslo erklärt, dass sie nur dank der Aufnahme im Südwesten frei sprechen könnten, sagte Kretschmann. Er fügte hinzu: „Wir konnten ihnen die Möglichkeiten geben, doch die Frauen selbst haben unglaubliche Stärke gezeigt.“ Er sei dankbar, dass sie eine zweite Heimat im Baden-Württemberg gefunden hätten. An Murads Seite war auch die Anwältin Amal Clooney (re. unten), Ehefrau von Filmstar George Clooney. (StN) Fotos:dpa, AFP

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Erstellt:
11. Dezember 2018, 13:40 Uhr

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