Judenhass in Baden-Württemberg: Studie prüft Antisemitismus

dpa/lsw Stuttgart. Juden sind auch in Baden-Württemberg Ziel von Beschimpfungen und Anfeindungen. Eine Studie hat den Antisemitismus in Baden-Württemberg untersucht. Sie widmet sich auch der Frage, was die Corona-Pandemie damit zu tun hat.

Michael Blume, der Antisemitismusbeauftragte der baden-württembergischen Landesregierung. Foto: Marijan Murat/dpa/Archivbild

Michael Blume, der Antisemitismusbeauftragte der baden-württembergischen Landesregierung. Foto: Marijan Murat/dpa/Archivbild

Nach wie vor fühlen sich Juden in Baden-Württemberg durch zunehmenden Antisemitismus stark bedroht. Laut Sicherheitsbericht des Landes steigt die Zahl der Taten aus Judenhass im Südwesten deutlich, auch eine Studie der Amadeu Antonio Stiftung verweist auf weit verbreitete judenfeindliche Verschwörungsmythen. Nun hat der Antisemitismusbeauftragte des Landes, Michael Blume, untersuchen lassen, wie stark der Judenhass in Baden-Württemberg ausgeprägt ist und wie sehr die Phänomene der Corona-Pandemie ihn beeinflusst haben. Die Studienergebnisse stellt das Kompetenzzentrum für Rechtsextremismus- und Demokratieforschung der Universität Leipzig am heutigen Donnerstag (14.00 Uhr) vor.

„Verschwörungsmythen im Kontext der Corona-Pandemie enthalten oftmals antisemitische Narrative“, heißt es dazu auch im Sicherheitsbericht des Landesinnenministeriums. In den vergangenen Monaten hatten unter anderem Impfgegner oder Kritiker der Corona-Maßnahmen für Aufsehen gesorgt, weil auf Demonstrationen wiederholt Parallelen zwischen der Bundesregierung und der Nazi-Diktatur gezogen wurden. Scharf werden zudem Verschwörungsmythen kritisiert, die die Bedrohung durch das Coronavirus mit einem Komplott zu erklären versuchen.

© dpa-infocom, dpa:210429-99-395759/2

Zum Artikel

Erstellt:
29. April 2021, 05:21 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Lesen Sie jetzt!