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July: Tod hat sich aufdringlich ins Gespräch gebracht

dpa/lsw Stuttgart. Der Landesbischof von Württemberg, Frank Otfried July, hat in seiner aufgezeichneten Osterpredigt am Sonntag der Opfer der Corona-Pandemie gedacht. „Auf meinem Computerbildschirm erschienen und erscheinen noch, Tag für Tag, die Zahlen der Neuinfizierten und die Zahlen der Verstorbenen in der Folge des Coronavirus. Und diese Zähluhr ist noch nicht am Ende. Der Tod und seine Wirklichkeit hat sich aufdringlich ins Gespräch gebracht“, sagte July in einem vorab verbreitetem Redetext. Es schiebe sich eine besondere Zähluhr des Todes in den letzten Wochen vor die Augen.

Frank Otfried July sitzt vor einem violetten Hintergrund. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild

Frank Otfried July sitzt vor einem violetten Hintergrund. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild

Die Menschen wüssten, dass auch mit dem Ende der Pandemie die Zähluhr des Todes in unserer Welt in Gang bleibe. „Merkwürdigerweise neigen wir Menschen in Geschichte und Gegenwart dennoch immer wieder dazu, die Todeswirklichkeit zu verstärken, an der Kultur des Todes mitzuwirken, in Krieg, Ausgrenzung, Unterdrückung, Zulassung der Verelendung und des Hungers.“

Der Ostergottesdienst von July wurde vom Fernsehsender Regio TV übertragen. Wegen des Coronavirus war Publikum in den Kirchen nicht zugelassen.

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Erstellt:
12. April 2020, 11:49 Uhr

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