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Junge Forscher erkunden Tesat

Zum Finale der Backnanger Kinderuni sind die Kinder bei der Hightech-Schmiede in der Gerberstraße zu Besuch

Zum letzten Termin im aktuellen Kinderuni-Programm stand jetzt der langersehnte Besuch beim Backnanger Satellitenkommunikationsunternehmen Tesat-Spacecom an. Die jungen Forscher erkundeten bei der Aktion desVereins für Kinder das HightechUnternehmen in der Gerberstraße.

Kinder experimentieren: Im Vortragsraum wird ein Ballon mit Helium gefüllt. Dann dürfen ihn die Jungforscher steigen lassen. Foto: J. Denia

Kinder experimentieren: Im Vortragsraum wird ein Ballon mit Helium gefüllt. Dann dürfen ihn die Jungforscher steigen lassen. Foto: J. Denia

Von Gabriella Lambrecht

BACKNANG. Wenn es um die Weiten des Weltraums und ferne Gestirne geht, strahlen Kinderaugen vor Begeisterung. Dies ließ sich auch Marc Steckling, CEO (Vorstandsvorsitzender) von Tesat, nicht entgehen. Er nahm sich persönlich Zeit, für die jungen Forscher aus den Backnanger Grundschulen einen anschaulichen Vortrag über die Faszination der Raumfahrt sowie den Nutzen von Satelliten zu halten. „Immerhin kann Raumfahrt sehr begeistern und Menschen verschiedenster Nationen friedlich zusammenbringen“, erläutert er. Merklich war den Nachwuchsforschern die Verwunderung anzusehen, als Steckling erklärte, wozu Satelliten im Alltag überhaupt notwendig sind: Telefon, Navigation und Fernsehen wären nicht möglich, würden Satelliten auch nur einen Tag lang ausfallen. Selbiges gilt – offenbar sehr zum Entsetzen der jungen Zuhörer – auch für Online-Dienste wie Siri und Alexa.

Für Staunen sorgten ebenfalls die Größendimensionen, die Steckling sehr bildlich vermittelte: Das Weltraumteleskop Hubble sei etwa so schwer wie zwei ausgewachsene Elefanten, es könne aber Stellen des Universums beobachten, die mehr als 13 Milliarden Lichtjahre entfernt sind. Eine Rakete habe eine Antriebsenergie von 65 Millionen Pferdestärken – und erst die Größenverhältnisse und Auswirkungen von Meteoriten und Asteroideneinschlägen!

Während die Mädchen und Jungen sichtlich Enthusiasmus für Stecklings Ausführungen zeigten, freute sich dieser über das schon vorhandene Vorwissen der Kinder, das sie beispielsweise über Planeten an den Tag legten. Die Schülerin Valerie erklärte voller Stolz, dass sie bereits im Rahmen des Kinderuni-Programms im Planetarium gewesen waren und sich ausführlich mit dem Sonnensystem beschäftigt hatten.

Doch für junge Forscher darf neben der Theorie natürlich auch die Praxis nicht zu kurz kommen. So wurden die selbst gelöteten Morselampen der Kinderuni präsentiert, ein Heißluftballon direkt im Vortragsraum befüllt und gemeinsam steigen gelassen. Was den Nachwuchsforschern am besten gefiel? Valerie resümiert: „Es wurde alles so gut erklärt, es hat richtig Spaß gemacht, und es war super, dass wir zum Schluss noch ein Experiment mit dem Heißluftballon machen konnten.“ Michail, André und Ole fanden die Videos toll, die von Raketenstarts gezeigt wurden, Charlotte gefiel, „dass man viele Fragen stellen und alles ausprobieren konnte“. Für den experimentellen Teil waren Auszubildende von Tesat-Spacecom unter der Federführung von Michaela Volwassen zuständig. Die Ausbildungsleiterin ist zugleich für das Programm der Kinderuni bei Tesat zuständig und entwickelte es in Kooperation mit Gudrun Nopper, der ersten Vorsitzenden des Vereins für Kinder in Backnang. Ziel dessen ist es aus Sicht von Tesat, „möglichst früh für die Mint-Disziplinen zu sensibilisieren, Neugier und Interesse zu wecken“, so Steckling. Michaela Volwassen erklärt, dass es durchaus ein Anliegen des Unternehmens sei, insbesondere „auch Mädchen mit ins Boot zu holen und ihnen zu zeigen, wie vielfältig auch technische Berufe sein können“.

Sicherlich wird dieser Nachmittag den Teilnehmern noch lange lebhaft in Erinnerung bleiben – und: „Womöglich sieht man sich in 15 Jahren hier wieder“, schließt CEO Marc Steckling.

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Erstellt:
21. Februar 2020, 06:00 Uhr

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